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20.02.2018 | Bremen

Enthusiasmus als Grundlage für einen guten Vortrag

„Exzellent Präsentieren“: Nils Schulenburg über die Kunst der Ideenvermittlung

Laut FOM Professor Nils Schulenburg lasse sich mit Körpersprache die Überzeugungskraft steigern (Foto: FOM/Martin Rospek).
Laut FOM Professor Nils Schulenburg lasse sich mit der richtigen Körpersprache die Überzeugungskraft steigern (Foto: FOM/Martin Rospek).

Sie ist fester Bestandteil vieler Hochschul- und Arbeitsalltage: die Präsentation. Allerdings sorgt der Gedanke an den nächsten Vortrag nicht bei jedem für ein wohliges Gefühl in der Magengegend. Woher diese Angst stammt und wie die nächste Präsentation unter Garantie nicht zu einem Desaster wird, erklärt Prof. Dr. Nils Schulenburg in seinem neuen Buch „Exzellent Präsentieren“.

Der Professor für Personal- und Organisationsentwicklung an der FOM Hochschule in Bremen ist im Rahmen seiner Recherche auf eine interessante Statistik gestoßen. Die meisten Menschen fürchten sich demnach nicht vor Spinnen oder Schlangen, sondern davor, frei vor anderen Menschen zu sprechen. „Diese Angst basiert auf Urinstinkten. In unseren Genen ist die Information gespeichert, dass viele Menschen an einem Ort eine potenzielle Gefahr darstellen“, weiß er. Um möglichst Vielen diese Angst zu nehmen, hat er verschiedene Ansätze definiert.

Innere Haltung des Lächelns finden

Der Experte beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit dem Thema „Präsentieren“. In dieser Zeit hat er nicht nur einen fundierten Ansatz für die perfekte Präsentation hergeleitet, sondern auch einen imaginären Werkzeugkoffer entwickelt. Dieser enthält 41 Tools, mit dem jede Präsentation zum Erfolg werden kann. Eine Eigenschaft setzt der Autor allerdings voraus: Enthusiasmus. „Wer nicht für sein Thema brennt, wird es extrem schwer haben“, sagt Schulenburg und ergänzt: „Nur wenn ich selber von meinen Inhalten überzeugt bin, kann der Funke zum Publikum überspringen.“ Er nennt dieses Werkzeug „Innere Haltung des Lächelns finden“. „Es ist wichtig die Unsicherheit in positive Energie umzuwandeln“, erklärt er. Was esoterisch klingt, ist reine Übungssache. Anstatt den Fokus auf negative Aspekte zu legen, müssen sich Präsentierende auf die Stärken konzentrieren. „Machen Sie sich Lust auf Ihr Thema. Fragen Sie sich, was Sie in diesem Kontext ganz persönlich interessiert. Ihre innere Haltung wird sich blitzschnell auf Ihre Zuhörer übertragen“, ergänzt er.

Achsen ausrichten

Ein weiterer wichtiger Tipp trägt den Titel „Achsen ausrichten“. Die Körpersprache spielt in den Überlegungen Schulenburgs eine ganz zentrale Rolle: „Die Augen, die Schultern und die Hüften müssen parallel zueinander stehen. Und auch die Beine sollten einen festen Stand haben. Wer diese Strahlkraft nutzt, kann sich der Aufmerksamkeit seines Publikums sicher sein.“ Der Gedanke dahinter: Wer Sicherheit ausstrahlt, macht es der Hörerschaft leichter, sich auf die Inhalte zu konzentrieren. Dazu gehöre es im Übrigen auch, seinem Gegenüber in die Augen zu schauen. „Viele fragen mich, ob es einen angemessenen Zeitraum für den direkten Blickkontakt gibt. Den gibt es“, sagt er und verrät: „Schauen Sie solange in die Augen, bis der Funke überspringt. Denn mit dem Funken findet auch die Idee ihren Weg zum Publikum.“

Weitere Informationen zu diesem Thema und zu seinem Buch gibt es unter www.exzellent-präsentieren.de zu finden.

Die erfolgreiche Vermittlung von Inhalten und Ideen hängt auch von der inneren Haltung ab (Foto: FOM/Martin Rospek)
Die erfolgreiche Vermittlung von Inhalten und Ideen hängt auch von der inneren Haltung ab (Foto: FOM/Martin Rospek)