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17.08.2018 | Essen

Mikko Preuß startet durch

FOM als Sprungbrett für’s Master-Studium an renommierter HEC Paris

Teamleistung: Mikko Preuß und der Kilimandscharo-Aufstieg 2017 mit FOM-Kommilitonen und Siemens-Kollegen (Foto: privat)

FOM Absolvent Mikko Preuß startet durch:  Der 24-Jährige wird ab September an der renommierten Hautes Études Commerciales (HEC) Paris studieren. Die Hochschule hat eine dreifache internationale Akkreditierung und lag im weltweiten Ranking der Financial Times für den Master in Management zuletzt auf Rang 2. Künftig peilt die Grande École einen Platz unter den zehn besten Business Schools der Welt an.

Im Interview berichtet Preuß von seinen akademischen Anfängen als dualer FOM Student in Essen und beschreibt seinen Weg vom Ruhrgebiet aus bis hin zum begehrten Studienplatz in der französischen Hauptstadt.

1. Sie haben an der FOM International Management studiert, gleichzeitig eine Ausbildung bei Siemens gemacht. Was hat Sie an dieser Kombination gereizt?

Als Oberstufenschüler fiel es mir nicht leicht, mich für eine spezielle Studienrichtung zu entscheiden. Ich wollte mich noch nicht auf ein vermeintlich lebensbestimmendes Berufsbild festlegen. Also habe ich nach einem Programm gesucht, das mir später die Möglichkeit geben würde, branchenunabhängig abwechslungsreichen, verantwortungsvollen und herausfordernden Tätigkeiten nachzugehen. Eine Affinität für Wirtschaft war vorhanden und da ein „normales“ BWL-Vollzeitstudium mir irgendwie zu konventionell vorkam, fand ich in dem dualen Programm von Siemens und der FOM eine spannende Möglichkeit, „etwas Besonderes“ in Angriff zu nehmen. Dazu kamen die Vorteile eines dualen Studiums im Großkonzern: spannende Arbeitserfahrungen; professionelle Organisation von Studium, Ausbildung und Praxisphasen; ein gutes Ausbildungsgehalt; Reisetätigkeit und die Aussicht auf einen guten Karriereeinstieg.

2. Was hat Ihnen am FOM Studium ganz besonders gefallen?

Die Vorlesungen in unserer überschaubaren Studiengruppe waren in der Regel sehr interaktiv. Die meisten unserer Dozenten waren außerdem keine reinen Theoretiker, sondern wussten aufgrund ihres eigenen beruflichen oder unternehmerischen Hintergrunds, wovon sie sprachen. Das merkt man als Student, denn die Wissensvermittlung wird dadurch plastischer.

Darüber hinaus war es für uns duale „Siemens-Studenten“ - wie ich finde - sehr angenehm, dass die Studienphasen gut durchorganisiert waren. Im Vergleich zum freien Universitätsstudium wirkte das zwar recht verschult, hat uns aber eine Menge an Selbstorganisation erspart. Zudem erreicht man an der FOM stets schnell einen kompetenten Ansprechpartner, wenn man ein Anliegen hat – selbst jetzt nach Studienende noch. Service wird offensichtlich großgeschrieben.

3. Wie ging es nach dem Abschluss für Sie beruflich weiter?

Bereits vor Studienabschluss, nach Ende der Ausbildung, wurde ich in Siemens‘ Windkraftbereich in eine Vollzeitstelle übernommen. Als Logistics Planning Manager war ich hauptsächlich für die strategische Investitionsplanung und -optimierung des globalen Logistikbereichs zuständig. Sehr spannend wurde es dann mit der Fusion des spanischen Unternehmens Gamesa mit Siemens Wind Power. Infolgedessen habe ich bei der Integration der Logistikorganisationen unterstützt und den bisher größten Zusammenschluss zweier Windkraftanlagenhersteller der Welt miterlebt.

In den letzten vier Monaten meiner Zeit im Unternehmen habe ich ein globales Digitalisierungsprojekt geleitet und dabei zahlreiche Kollegen u.a. in Spanien, China, Latein- und Nordamerika koordiniert. „International Management“ trifft es da ganz gut. Das war eine extrem lehrreiche und spannende Erfahrung.

4. Sie sind nun an der HEC Paris angenommen worden, an einer der renommiertesten und besten Business Schools weltweit. Offensichtlich hat Ihnen der FOM Abschluss dafür eine gute Vorlage geliefert…                             

Ich fühle mich fachlich durch das Studium an der FOM gut vorbereitet. Wer anschließend an einer Schule wie der HEC Paris weiterstudieren möchte, sollte aber frühzeitig selbst aktiv werden, da der Bewerbungsprozess nicht ganz trivial ist. Neben Lebenslauf, Motivations- und Referenzschreiben bedürfen auch Sprach- und Eignungstests wie z.B. der TOEFL und der GMAT einiger Vorbereitung.

Das Programm an der HEC heißt Master in Management – Grande Ecole und umfasst vier Semester sowie ein optionales Gap Year für Praktika. Da im zweiten Jahr zahlreiche Auslandsoptionen und interessante Doppelabschlüsse angeboten werden, werde ich wohl nicht die ganze Zeit in Paris verbringen. Und danach… wir werden sehen.

5. Was verknüpfen Sie für Ihre berufliche Zukunft mit dem Studium in Paris?

Für die Zeit direkt nach dem Studium könnte ich mir verschiedene Wege vorstellen, habe mich aber noch nicht festgelegt. Die HEC hat ein erstklassiges Unternehmensnetzwerk in verschiedenen Branchen, wodurch sich sicher attraktive Berufsmöglichkeiten ergeben werden. Andererseits fördert die HEC Unternehmertum mit einem eigenen Incubator-Programm und durch die Kooperation mit Station F, dem größten Startup-Campus der Welt. Die HEC ist ein Ort, an dem motivierte und smarte Köpfe aus der ganzen Welt aufeinandertreffen. Findet sich dabei die richtige Idee und ein passendes Team, ist eine Gründung für mich eine echte Option.

Generell – und das habe ich sowohl im Studium an der FOM als auch im Job bei Siemens, später Siemens Gamesa, gelernt - machen letztlich vor allem die Menschen, die einen umgeben, den entscheidenden Unterschied: als eine Quelle für Inspiration und Motivation und durch nachhaltige Freundschaften. Genau das erwarte ich auch von der Zeit in Paris… und natürlich eine Aufbesserung meiner Weinkenntnisse.