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25.04.2018 | Essen

100 Interessierte informierten sich über die Zukunft des Vertriebs

„Ganz ohne den Menschen geht es nicht“

Timo Bühler, Thomas Barsch, Ibrahim Mbdoji (v.l. - Foto: FOM)

Aktuelles Thema, provokante Frage an der FOM in Essen: „Zukunft des Vertriebs – brauchen wir noch Menschen!?“ Rund 100 Interessierte kamen zu der Sonderveranstaltung, um sich über die Zukunft von Marketing und Vertrieb zu informieren. Drei Experten lieferten Einblicke und Denkanstöße – auch für den eigenen beruflichen Alltag und sorgten für viel Gesprächsstoff.   

Thomas Barsch, seit 2009 Dozent für Marketing, Vertrieb und Innovation an der FOM Hochschule sowie Research Fellow am FOM KompetenzCentrum Vertrieb und am KompetenzCentrum Technologie- und Innovationsmanagement, stellte den sogenannten Chatbot vor - eine neue Form der künstlichen Intelligenz. Diese programmierte Software kann auf schriftliche Anfragen des Nutzers in Chats automatisiert antworten und z. B. ein „Gespräch“ realisieren, welches von einer Kommunikation mit einer natürlichen Person kaum mehr zu unterscheiden ist. Bots arbeiten selbstständig und ohne menschliches Zutun.

Timo Bühler, Head of Business Development bei der Echobot Media Technologies GmbH, referierte unter anderem über die Wichtigkeit von CRM-Systemen. Diese seien in Unternehmen viel zu häufig fehlerhaft oder schlecht gepflegt. „Daten sind unbegrenzt im Netz verfügbar, die Datenaufbereitung ist daher das Entscheidende“, so Bühler.

Ibrahim Mbdoji, Senior Sales Manager bei der LeadLogic GmbH, präsentierte Möglichkeiten für Unternehmen, seine Webseitenbesucher zu identifizieren: Entsprechende Tools kontaktieren potenzielle Kunden, die durch Klicks auf der eigenen Webseite sichtbar wurden.

Die Referenten lieferten knapp zwei Stunden Input. Im Anschluss daran stellten die Teilnehmenden zahlreiche Fragen und diskutierten mit den Referenten. Einhellige Meinung: Tools und computergestützte Programme sind hilfreich und sinnvoll zur Gewinnung und Aufbereitung von Daten, in einigen Bereichen bleibt der Mensch allerdings treibender Vertriebsfaktor. Denn: Entscheidungen werden nicht immer rational, sondern auch emotional getroffen.