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18.04.2018 | Frankfurt a. M.

Frankfurter MBA-Absolventen wollen erfolgreiche FinTech-Unternehmer werden

Zwei Jahre nach StartUp-Gründung: icrowdU initiiert neue Krypto-Währung „CrowdToken“

Aus den beiden MBA-Absolventen Alexander Holtermann und Ian Wright der FOM Hochschule in Frankfurt sind Revolutionäre im FinTech-Bereich geworden: Neben China und den USA haben sie nach vielen bürokratischen Fallstricken endlich eine europäische Tochter ihres Unternehmens „iCrowdU – The Future of Funding“ mit Sitz in Irland und Groß-Gerau gegründet. „Das war unendlich viel Arbeit und wir haben sehr viele Gespräche geführt“, sagt Alexander Holtermann.

icrowdu Holtermann Wright StartUp MBA FOM Frankfurt
Ian Wright und Alexander Holtermann: "Ohne die FOM würde es icrowdU nicht geben." (Foto: icrowdU)

Aus mehreren Gründen haben sich Holtermann und Wright für den offiziellen Sitz Irland entschieden. „Obwohl wir eigentlich in einem einheitlichen Wirtschaftsraum der EU leben, gibt es große Unterschiede zwischen Irland und Deutschland“, betont Ian Wright. Aber die beiden Hessen lassen sich davon nicht abhalten. Nach einem kurzen Blick auf sein Handy strahlt Alexander Holtermann: „Ich muss mal kurz unser Gespräch unterbrechen. Wir haben gerade die ersten CrowdToken verkauft! Der erste Umsatz unseres Unternehmens!“

„CrowdToken“ – neue Kryptowährung initiiert

Gerade haben sie für ihre Crowdfunding- und CrowdMarket-Plattform eine eigene Kryptowährung gestartet, den sogenannten „CrowdToken“. „Hier können zukünftig Transaktionen unabhängig und transparent abgewickelt werden. Bei internationalen Transfers entstehen keine Kosten“, erläutert Ian Wright. Diese digitale Währung ist, wie der Bitcoin, an die Blockchain geknüpft - ein internationales Netzwerk, das quasi als Kontenbuch für Transaktionen zwischen Computern funktioniert. Diese Währung ist die Basis für das iCrowdU-System.

Anfang März hat iCrowdU eine Social Media Kampagne gestartet, um auf den CrowdToken aufmerksam zu machen. Innerhalb der ersten 48 Stunden hatten sich rund 1.500 Personen registriert – inzwischen sind es über 21.000. Die Website wurde in 143 Ländern und über 2579 Städten aufgerufen. „Über diesen Erfolg freuen wir uns sehr. Es ist ein wichtiger Schritt hin zu einer weltweiten online CrowdFunding- und Vermarktungs-Plattform“, kommentiert Holtermann.

„iCrowdU – The Future of Funding“

Die Idee hinter iCrowdU: „Konsolidiertes Crowdfunding“, also attraktive Investitionsmöglichkeiten, die über das Portfolio anderer Plattformen weit hinausgehen: Kredite können über Zinsen, Finanzierungen über Umsatzerlöse eingeworben, Firmenbeteiligungen flexibel über iCrowdU gestaltet werden. „Natürlich können auch Spendenaufrufe gestartet werden. Momentan sind wir allerdings noch nicht so weit. Wir haben rund 170.000 Facebook- und 23.000 Twitter-Follower, so sind wir schon jetzt dabei unsere virtuelle Credibility aufzubauen, denn dies wird zukünftig den Ausschlag für Finanzierungszusagen geben“, sagt Alexander Holtermann.

Damit meint er den von iCrowdU entwickelten Begriff des „Crowding“. Es geht darum, Menschen zusammenzubringen und so Projekte zu gestalten und Produkte günstiger zu kaufen. „Gemeinsam können andere Margen erreicht werden. So geben wir unseren Usern zukünftig die Chance, in der Masse stark aufzutreten und mit dieser Marktmacht Druck aufzubauen“, so Holtermann.

Von der FOM zum FinTech Start-Up

Als der heute 48-jährige Alexander Holtermann 2014 sein berufsbegleitendes MBA-Studium an der FOM in Frankfurt aufnahm, suchte der Groß-Gerauer neue Impulse. „Ich war in Deutschland und Hongkong mit Börseneinführungen von Unternehmen gut gebucht, aber das wollte ich nicht mehr.“ Die Idee von iCrowdU kam ihm wortwörtlich unter der Dusche. „Ich habe dieses Marktsegment intensiv studiert und dies auch meinen Kommilitonen erzählt.“ Mit dem gebürtigen Engländer Ian Wright bereitete er gerade eine Marketing-Case-Study vor. „Wir haben uns von Beginn an gut verstanden, haben die gleiche Arbeitseinstellung und sind umsetzungsstark“, erzählt der Wahl-Frankfurter. Gemeinsam mit Ian Wright gründete Alexander Holtermann im Januar 2016 iCrowdU. „Die FOM hat uns zusammengebracht und daraus ist eine fantastische Partnerschaft und Freundschaft geworden.“

Beide sind seitdem durch Höhen und Tiefen gegangen. Der 31-Jährige Ian Wright gab, obwohl gerade Vater geworden, seinen festen Job auf und engagierte sich in Vollzeit bei iCrowdU. „Wir mussten viel lernen und dabei haben uns Professoren, Dozenten und Kommilitonen sehr geholfen: Der MBA-Studienleiter Walsh und Professor Massey haben uns wichtige Tipps für den Businessplan gegeben und bei Professor Löhr im Entrepreneurship-Seminar wurden wir erst richtig zu Unternehmern.“ Nicht aufgeben und lösungsorientiert weiterarbeiten. Heute sagen beide, dass es die Firma ohne die FOM nicht geben würde. „Auch in Soft Skills, Leadership-Quality und Präsentationen haben wir das gelernt, was uns später bei harten Verhandlungen mit Investoren zugutegekommen ist.“

IcrowdU im Interview bei #FOMfragt