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20.09.2017 | Essen

Wartezimmer? Abschaffen!

Start-up-Unternehmerin diskutiert mit FOM Studierenden

Seit mehr als 15 Jahren arbeitet Dr. med. Shabnam Fahimi-Weber als HNO-Ärztin in Essen. Sie weiß: Je kürzer die Zeit, die Patient*innen im Wartezimmer verbringen, desto größer ist ihre Zufriedenheit. „Der Alltag in vielen Praxen sieht aktuell allerdings noch ganz anders aus“, so die Medizinerin. „Die durchschnittliche Wartezeit beträgt 6 Stunden und 48 Minuten pro Person und pro Jahr.“ Mit Studierenden des berufsbegleitenden Bachelor-Programms Gesundheits- und Sozialmanagement diskutierte sie mögliche Alternativen. Moderator des Gesprächs im Hörsaal: Prof. Dr. David Matusiewicz, Dekan für den Bereich Gesundheit und Soziales an der FOM Hochschule und Direktor des ifgs Institut für Gesundheit & Soziales.

Dr. med. Shabnam Fahimi-Weber
Dr. med. Shabnam Fahimi-Weber


„Natürlich wird es auch in Zukunft ältere Patient*innen geben, die mit ihrem Papier-Kalender in der Praxis stehen und Termine in zeitintensiven Gesprächen mit den Ärzthelfer*innen abstimmen“, betonte Shabnam Fahimi-Weber. „Für alle anderen hält die Digitalisierung einige schöne Möglichkeiten der Optimierung bereit, die Wartezimmer langfristig überflüssig machen.“

Eine davon hat sie mit ihrem eigenen Start-up-Unternehmen umgesetzt: eine spezielle Software. „Mit Hilfe des Programms erfolgt die Terminabstimmung vollautomatisch“, so die Ärztin. „Wer einen Termin haben möchte, kann via Smartphone direkt auf das Kalendermodul der jeweiligen Praxis zugreifen und wird darüber hinaus umgehend über eventuell anstehende Wartezeiten informiert. Die lässt sich dann individuell nutzen.“ Von den Studierenden gab es größtenteils positives Feedback zu dieser Idee. Gleichzeitig hatten sie – mit Blick auf die eigenen beruflichen Erfahrungen – den einen oder anderen Marketing-Tipp für die Start-up-Unternehmerin parat…