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19.09.2017 | Augsburg

48-jähriger Rechtsanwalt studiert Wirtschaftspsychologie neben dem Beruf

„Mich reizt die Kombination aus Psychologie und Arbeitswelt“

Alexander Höcht ist erfahrener Rechtsanwalt und Dozent. Seit zwei Semestern studiert er zusätzlich den Master-Studiengang Wirtschaftspsychologie an der FOM Hochschule in Augsburg. Seine Vorlesungen besucht er abends und am Wochenende, den Master-Abschluss hat er für das kommende Jahr geplant. Wie schafft es der 48-Jährige, das fordernde Studium mit seinem ebenso fordernden Beruf unter einen Hut zu bringen?

48-jähriger Rechtsanwalt studiert an der FOM in Augsburg
Alexander Höcht ist Fachanwalt und studiert Wirtschaftspsychologie an der FOM in Augsburg (Foto: privat)

Herr Höcht, auf welchen Rechtsbereich haben Sie sich spezialisiert?

Alexander Höcht: Ich bin Fachanwalt für Arbeitsrecht. Darüber hinaus habe ich mich zum Datenschutzbeauftragten (DSB TÜV) weitergebildet und bin als Mediator und Wirtschaftsmediator tätig.

Warum haben Sie sich für ein zweites Studium entschieden?

Auf zwei Beinen steht es sich besser. Soll heißen: Auch in meinem Beruf hat man bessere Chancen, wenn man zusätzlich zum juristischen Wissen einen Master in Wirtschaftspsychologie hat. Zudem passt das Studium zu meinem besonderen Interesse an der Mediation. Wenn es nach dem Master dann noch mit der einer Promotion im Bereich Psychologie klappen würde, wäre das Ziel erreicht.

Was reizt Sie an der Wirtschaftspsychologie?

Es ist die Kombination aus Psychologie und Arbeitswelt, die mich reizt. Und als Jurist konnte ich mich für den Masterstudiengang an der FOM problemlos einschreiben – auch ohne einen Bachelor in Wirtschaftspsychologie.

Inwieweit ist das Studium für Sie als Rechtsanwalt interessant?

Ich arbeite in einer Augsburger Wirtschaftskanzlei. Mit den wirtschaftspsychologischen Kompetenzen on top kann ich meinen Mandanten, insbesondere Unternehmen und Arbeitgebern, ein breiteres Know-how anbieten und mich damit von anderen Arbeitsrechtlern abheben. Gleichzeitig bin ich ja auch Mediator und Wirtschaftsmediator. Das Studium der Wirtschaftspsychologie passt sehr gut dazu und gibt mir wertvollen Input.

Wie vereinbaren Sie Ihren anspruchsvollen Beruf mit dem Studium?

Das Studium läuft zusätzlich zur Arbeit in der Kanzlei. Dadurch habe ich natürlich weniger Freizeit. Ohne die Unterstützung und das Verständnis meiner Frau würde es nicht funktionieren. Denn neben den Vorlesungen sind die Vorbereitungen für Klausuren und das Erstellen von Semesterarbeiten und Präsentationen sehr zeitintensiv. Und der Beruf eines Rechtsanwalts lässt sich leider auch nicht in acht Stunden täglich ausüben.

Was machen Sie, um sich zu entspannen?

Ich spiele Klavier, Orgel und Trompete und wenn es die Zeit zulässt, bin ich gerne mit meiner Frau unterwegs.

Welche Vorteile hat ein berufsbegleitendes Studium?

Man muss seinen Beruf nicht aufgeben und geht mit dem Studium kein finanzielles oder berufliches Risiko ein. Das Gute an der FOM Hochschule ist, dass es sich nicht um ein klassisches Fernstudium handelt: Es gibt berufs- und wohnortnahe Präsenzvorlesungen, die aber nicht jede Woche stattfinden, und vieles kann man auch von zu Hause aus erledigen.