13.11.2017 | München

Von der Balletttänzerin zur Managerin

„Ich habe immer ein klares Ziel vor Augen – als Tänzerin, Managerin und Studentin“

Was die Zuschauer bei einer Ballettvorführung begeistert, was federleicht und teils sogar spielerisch wirkt, bedeutet in der Realität harte Arbeit, Disziplin und eine starke Willenskraft. Als Balletttänzerin hat Chantal Gagnebin diese Eigenschaften nahezu perfektioniert. Heute helfen sie ihr dabei, neben ihrem Vollzeit-Beruf in der Software-Entwicklung bei der Gourmondo Food GmbH zusätzlich den Master of Arts (M.A.) in Management an der FOM Hochschule in München zu absolvieren.

FOM Studentin Chantal Gagnebin war früher Balletttänzerin
Perfekte Show auf der Bühne: Chantal Gagnebin, heute Studentin an der FOM in München (Fotos: privat)

Frau Gagnebin, was haben Sie aus Ihrer Zeit als Balletttänzerin in Ihr Leben nach der Bühne mitgenommen?

Ich habe schon sehr früh gewusst, was ich vom Leben erwarte und was ich will. Und das habe ich dann durchgesetzt – bis heute. Ich wollte immer mit Menschen zusammenarbeiten, die große Ziele vor Augen haben und ebenso ehrgeizig sind wie ich. Dieses Gefühl, gegenseitig an- und miteinander zu wachsen, diese Orientierung zu haben, das ist für mich sehr wichtig. Dazu gehört, dass ich mich auf die anderen in meinem Team verlassen kann. Ein Theater ist wie ein kleiner Mikrokosmos der unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Erst die gelungene Zusammenarbeit bringt eine perfekte Show auf die Bühne. So ist das auch im Beruf. Und im Studium. Inspirierende Kollegen, Professoren und Kommilitonen treiben einen voran. Zum Glück finde ich das hier an der FOM.

Welche Erfahrungen helfen Ihnen am meisten, Studium und Berufsalltag zu meistern?

Jeder hier an der FOM will sein Bestes geben, seine Ziele erreichen, exzellente Ergebnisse erzielen. Diese Atmosphäre bereichert und stärkt mich. Und natürlich hilft meine Bühnenerfahrung auch bei den Prüfungen. Ich bin es gewohnt, auf Abruf gute Leistungen zu erbringen.

FOM Studentin Chantal Gagnebin
Inspirierende Professoren und Kommilitonen treiben sie an: FOM Studentin Chantal Gagnebin

Sie wussten schon früh, welche Träume Sie haben. Hatten Sie dabei Unterstützung durch Ihre Familie bzw. Förderer oder Freunde?

Meine Eltern haben meinen Traum vom Balletttanz von Anfang an unterstützt. Ich konnte in der Schweiz, wo ich geboren bin, eine Schule besuchen, die normalen Schulunterricht und ein hohes Pensum an Balletttraining ermöglichte. Mit 15 bin ich alleine nach München gezogen, mit dem klaren Ziel vor Augen: Balletttänzerin an einer großen Bühne zu werden. Mit 17 unterzeichnete ich meinen Vertrag am Bayerischen Staatsballett, eines der renommiertesten Ballettensembles Europas. Für Angst oder Wehmut war gar kein Platz, trotz meines jungen Alters. So ist es auch heute noch. Ich weiß, wofür ich die Doppelbelastung Beruf und Studium auf mich nehme: für meinen Master-Abschluss. Und ich lebe in einer glücklichen Partnerschaft, die mich und meinen Weg zu 100 Prozent unterstützt. Jeder, der ein berufsbegleitendes Studium absolviert, benötigt Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und ein verständnisvolles Umfeld.

Was glauben Sie, welche Ihrer Charaktereigenschaften unterstützen Ihre Ambitionen am meisten?

Ich habe schon immer einen hohen Anspruch an mich selbst gehabt. Und der Wunsch mich weiterzuentwickeln lässt mich auch anstrengendere Lebensphasen gut bewältigen. Neue Themen gehe ich mit Leidenschaft an. Ich will dazulernen und vorankommen. Natürlich bedeutet ein berufsbegleitendes Studium eine enorme Einschränkung meiner Freizeit. Gut priorisieren zu können ist dabei eine Schlüsselqualifikation. Dennoch, ich würde es jedem empfehlen. Das Studium an der FOM ist für meinen Lebensweg die perfekte Abrundung meiner Qualifikation und Berufserfahrung. Eines haben mein ehemaliger Beruf als Balletttänzerin und meine jetzige Arbeit in einem e-Commerce-Unternehmen gemeinsam: Ich bewege mich in einer kreierten Welt. Die Realität nicht aus den Augen zu verlieren, mich zu fokussieren, mir neue Ziele zu stecken, das muss ich, wie jeder andere auch, immer wieder selbst bewerkstelligen.