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24.11.2017 | Neuss

Kontroverse Mittagspause

Prof. Dr. Juffernbruch zu Gast bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Zweimal pro Jahr lädt die Kassenärztliche Bundesvereinigung zu einer „Kontroversen Mittagspause“. Am 21. November 2017 ging es dabei unter dem Titel „Dr. Algorithmus: Arzt unseres Vertrauens?“ um die Digitalisierung im Gesundheitswesen. Teilnehmer des Streitgespräches: KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel und Prof. Dr. Klaus Juffernbruch, Wissenschaftler am ifgs Institut für Gesundheit & Soziales sowie Lehrender am FOM Hochschulzentrum Neuss.

Prof. Dr. Juffernbruch (l.) im Austausch mit KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel (Foto: KBV/Kristin Kahl)
Prof. Dr. Juffernbruch (l.) im Austausch mit KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel (Foto: KBV/Kristin Kahl)


Prof. Dr. Juffernbruch stellte heraus, dass Apps und Algorithmen zwar den Kontakt zu Patientinnen und Patienten nicht ersetzen, aber eine wertvolle Unterstützung im Praxisalltag leisten können. „In den USA ist beispielsweise ein Gerät entwickelt worden, das zur Diagnose von 13 Krankheiten vorgesehen ist“, so der Mediziner und Informatiker. „Dadurch bleibt Ärztinnen und Ärzten mehr Zeit für die Versorgung von Kranken und die persönliche Zuwendung. Angesichts der zunehmenden Knappheit an Medizinerinnen und Medizinern kein unwesentlicher Punkt.“

Bis digitale Helfer dieser Art fester Bestandteil der Regelversorgung seien, werde allerdings noch einige Zeit verstreichen, lautete die Einschätzung von Prof. Dr. Juffernbruch. „In Deutschland neigt man dazu, die Einführung digitaler Techniken in der Medizin zu behindern. Sinnvoller wäre ein aktives Gestalten und Umsetzen gemäß den hohen deutschen Qualitätsstandards mit einer Vergütung, die sich am Patientennutzen orientiert.“