16.11.2017 | Bochum

FOM Absolvent Gunnar Dachrodt blickt auf seine berufliche Laufbahn

„Erfolg fällt einem nicht in den Schoß“

„Im Bewerbungsgespräch will ich sehen, dass der Kandidat für den Job brennt“, so Gunnar Dachrodt, Geschäftsführer der Deutsche Edelstahlwerke KarriereWerkstatt GmbH. Er selbst fand seine Berufung nach einem Ingenieurstudium und seiner Tätigkeit als Immobilien-Projektentwickler schließlich als Quereinsteiger im Personalbereich. Das nötige Fachwissen für die berufliche Neuausrichtung erwarb er im Master-Studiengang Human Resource Management. Wann ein berufsbegleitendes Studium die Karriere unterstützen kann, erzählt er im Interview: 

Gunnar Dachrodt hat an der FOM den Master-Studiengang Human Resource Management erfolgreich beendet (Foto: Tom Schulte/FOM)

Als Quereinsteiger haben Sie sich mit einem berufsbegleitenden Studium weiterqualifiziert. Wem würden Sie noch ein Studium an der FOM empfehlen?

In meinem Studium habe ich den hohen Praxisbezug und die gute Vereinbarkeit von Beruf und Studium als sehr positiv empfunden. Themen, die ich in meinem beruflichen Alltag bearbeitete, begegneten mir im Hörsaal wieder, was ausgesprochen hilfreich war. Ich würde daher Menschen, die bereits einige Jahre Berufserfahrung gesammelt haben und sich gerne weiterentwickeln möchten, ein berufsbegleitendes Studium an der FOM empfehlen. Auch ein Studium parallel zur Ausbildung halte ich für zielführend. Durch den wechselseitigen Bezug von Theorie und Praxiserfahrung, ist der Nutzen des Erlernten sehr viel nachhaltiger als bei reinem Theoriewissen.

Wie blicken Sie auf Ihre Studienzeit an der FOM zurück?

Rückblickend betrachtet habe ich die Zeit an der FOM als sehr intensiv wahrgenommen. Gleichzeitig ist sie unheimlich schnell verflogen. Durch die Kombination aus Studium und Vollzeitjob waren die freien und ruhigen Zeiträume damals im Kalender doch eher spärlich gesät. Dennoch – und dieser Eindruck überwiegt bei mir – habe ich diese zwei Studienjahre als einen sehr interessanten und positiven Abschnitt meines Lebens in Erinnerung, in dem ich mich in vielen Bereichen, fachlich wie auch persönlich, weiterentwickeln konnte.

Aus Ihrer Sicht als Personaler, womit können FOM Studierende im Bewerbungsverfahren punkten?

Im persönlichen Gespräch erlangt man schnell einen Eindruck davon, ob der Mensch, der einem gegenübersitzt, für das entsprechende Thema brennt. Gelingt es dem Bewerber rüberzubringen, was ihn motiviert hat, sich auf diese spezielle Stelle zu bewerben? Um hierbei nicht an Authentizität und Glaubwürdigkeit zu verlieren, muss diese Begeisterung auch tatsächlich vorhanden sein. Dies ist meist dann der Fall, wenn man Dinge gerne tut.

Außerdem hilft es, sich im Vorfeld intensiv mit dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle auseinandersetzen. Noten und Abschlüsse sind eher bedingt aussagekräftig. Entscheidend ist vielmehr, Inhalte zu transportieren und dass einem - gerade bei Kandidaten mit geringer Berufserfahrung – der Transfer von der Theorie in die Praxis gelingt.

Sie stiegen als Immobilen-Projektentwickler ins Berufsleben ein und wechselten dann ins Personalmanagement. Wie kam die berufliche Neuausrichtung zu Stande?

Nach meiner Tätigkeit bei der ThyssenKrupp Real Estate bekam ich 2008 die Möglichkeit, als Quereinsteiger ohne umfangreiche Vorkenntnisse als Personalreferent im Bereich des strategischen Personalmanagements zu den Deutschen Edelstahlwerken in Witten zu wechseln. Um meine Kompetenzen in diesem Bereich gezielt auszubauen, entschied ich mich für ein berufsgleitendes Masterstudium im HR-Management. Darauf aufbauend übernahm ich 2011 die Funktion des Personalleiters, bevor ich 2015 zum Geschäftsführer der Deutsche Edelstahlwerke KarriereWerkstatt GmbH berufen wurde.

Was raten Sie unseren FOM Studierenden, die einen ähnlichen Weg einschlagen wollen?

Auch wenn es sicherlich das ein oder andere Gegenbeispiel gibt, bin ich doch der Überzeugung, dass einem Erfolg nicht einfach in den Schoß fällt. Neben der richtigen Einstellung zu sowie Freude an seiner Arbeit und dem entsprechenden Einsatz sind es die Fachkenntnisse und Kompetenzen, die darüber entscheiden, wie man im Berufsleben wahrgenommen wird. Karriere ist in den seltensten Fällen auf dem Reißbrett planbar. Eine gute Aus- bzw. Weiterbildung stellt meiner Meinung nach für die berufliche Entwicklung die ideale Grundlage dar, um flexibel auf sich bietende Möglichkeiten reagieren zu können.