• FOM
  • 2017
  • März
  • „Wir verkaufen Träume“ – FOM Dozent Uwe Jung hält Vortrag über Werbepsychologie
31.03.2017 | Essen

Ein Blick hinter die Kulissen der Werbung

„Wir verkaufen Träume“ – FOM Dozent Uwe Jung hält Vortrag über Werbepsychologie

Warum werden uns im Supermarkt Obst und Gemüse oft am Anfang des Einkaufs präsentiert? Und weshalb gibt es in vielen Einkaufscentren Springbrunnen? Antworten darauf gibt die Konsum- und Werbepsychologie. FOM Dozent Dipl. Psych. Uwe Jung ging in seinem Vortrag an der FOM in Essen auf aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse ein und erläuterte, wie Unternehmen davon profitieren können.

Der Psychologe Uwe Jung lehrt an der FOM im Bereich Medienpsychologie. Etwa 50 Studierende, Absolventen und interessierte Zuhörer nahmen an seinem Vortrag „Träume zu verkaufen! Über den Abschied vom homo oeconomicus in der Werbepsychologie“ an der FOM in Essen teil.

FOM Dozent Dipl. Psych. Uwe Jung
FOM Dozent Dipl. Psych. Uwe Jung

„Wir verkaufen Träume, Sachen herzustellen hat keinen Wert mehr“, eröffnete der Referent seinen Vortrag und führte fort: „Beck’s wirbt nicht etwa mit den Inhaltsstoffen seines Biers, sondern mit dem ‚Beck’s-Experience‘. Und Bacardi nennt sein Kaufversprechen ‚Bacardi-Feeling‘. In unseren gesättigten Märkten spielen Emotionen eine entscheidende Rolle, die Produkte an sich rücken dabei immer mehr in den Hintergrund.“

Auch die richtige Atmosphäre spielt laut Uwe Jung bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle: „Obst und Gemüse werden uns Kunden nicht ohne Grund am Anfang des Einkaufs präsentiert: Pflanzen beruhigen und sorgen beim reizüberfluteten Kunden für Entschleunigung. Das gleiche gilt für Wasser-Elemente wie beispielsweise Springbrunnen – sie beruhigen den Besucher und erhöhen die Wahrscheinlichkeit des Konsums."

Nachdem der Psychologe einige Werbespots und -Kampagnen von namhaften Unternehmen analysiert hatte, gab er noch einen Ausblick auf die Zukunft der Werbung: „Das Kaufverhalten verändert sich stetig. In Zukunft wird sich der Einkauf zunehmend zum Kauferlebnis entwickeln. Dementsprechend nimmt der Verkäufer die Rolle eines ‚Erlebnisdienstleisters‘ ein.“