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02.08.2017 | Hannover

Bundestagswahl: Hochschule befragt 227 wahlberechtigte Frauen und Männer

In Hannover ist Altersarmut das Top-Thema

Ginge es nach den hannoverschen Bürgerinnen und Bürgern, stände die Bekämpfung der Altersarmut bei einer neuen Bundesregierung an erster Stelle auf der To-Do-Liste. 62,6 Prozent der Befragten nannten dieses Problem als wichtigste Aufgabe für die Politiker in Berlin. Die Erhöhung der Bildungschancen für alle Bevölkerungsschichten (61,7 Prozent) und die Verringerung der Schere zwischen Arm und Reich (55,5 Prozent) sind nach Ansicht der Wahlberechtigten ebenfalls dringend zu lösende Probleme. Umweltschutz (37,9 Prozent), Integration von Flüchtlingen (36,1 Prozent) und Verbesserungen des Gesundheitssystems (40,5 Prozent) landen dagegen eher im Mittelfeld der wichtigsten Themen.

Studierende der FOM Hochschule in Hannover befragten 227 Wählerinnen und Wähler aus der Region, quotiert nach Alter und Geschlecht gemäß der Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes für 2017. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser führten sie „Face-to-Face-Interviews“ durch. Gefragt wurde, welche Themen eine neue Bundesregierung nach der Wahl im September 2017 unbedingt angehen sollte.

Unterteilung nach Einkommen und Geschlecht

Interessant sind die Ergebnisse insbesondere mit Blick auf die Nennung von Themenschwerpunkten nach Einkommensgruppen der Bevölkerung. Während die Bekämpfung der Altersarmut von Befragten aller Einkommensgruppen als sehr wichtig bezeichnet wird, ist der Unterschied beim Thema „Konsequente Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern“ deutlich größer: Rund 62 Prozent der befragten Hannoveranerinnen und Hannoveraner mit einem Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 5.000,- Euro forderten dies als wichtige Aufgabe für die neue Regierung. Bei den Befragten mit einem HH-Netto unter 1.500,- Euro sind es nur 30,4 Prozent.

Ebenso deutlich, wenn auch weniger überraschend ist die Forderung nach einer Erhöhung der Renten. Bei den Geringverdienern wünschen dies rund 52,2 Prozent, bei den Befragten mit hohem Einkommen waren es gerade einmal 42,9 Prozent.

Frauenförderung ist wie zu erwarten eher ein Thema für Frauen als für Männer. Dass zeigt auch die Analyse der Umfrageergebnisse nach Geschlecht. 45,2 Prozent der Hannoveranerinnen halten dies für dringlich, bei den Männern sind es „nur“ 19,4 Prozent.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie erhalten Sie gerne auf Anfrage.