• FOM
  • 2017
  • Juli
  • Empirische Untersuchung zum Aufbau von Fragebögen
28.07.2017 | Hannover

Top-down oder bottom-up?

Empirische Untersuchung zum Aufbau von Fragebögen

Erst übergreifend fragen oder direkt ins Detail gehen? Welche Auswirkungen die Gliederung eines Fragebogens auf die Qualität der Antworten hat, haben Jan Hendrik Schreier (Universität Bamberg), Prof. Dr. Niels Biethahn (FOM Hochschule in Hannover) und Frank Drewes (Harris Interactive AG) untersucht. Zielsetzung ihrer Studie: herauszufinden, was systematische Verzerrungen bei der Beantwortung verhindert.

„Unsere Datenbasis waren die Ergebnisse einer jährlichen Befragung zur Zufriedenheit von Autobesitzerinnen und -besitzern in Deutschland“, so Prof. Dr. Biethahn. „Das eine Mal haben wir die Detail-, das andere Mal die übergreifenden Fragen an den Anfang gestellt. Beide Varianten wurden von jeweils 20.000 Menschen beantwortet.“ Eine Erkenntnis, die die drei Wissenschaftler bei der Auswertung gewonnen haben: Um Hinweise auf mögliche Verzerrungen zu erhalten, sind Vorab-Tests sinnvoll. Sind solche Tests nicht möglich, raten sie zu einem Top-down-Aufbau des Fragebogens. Sprich: allgemeinere Fragen vor den speziellen.

Wer sich im Detail mit den Ergebnissen befassen möchte, kann sie im Magazin Quality & Quantity nachlesen. Dort haben Jan Hendrik Schreier, Prof. Dr. Niels Biethahn und Frank Drewes ihre Erkenntnisse veröffentlicht.