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30.08.2017 | Berlin

Wahl-Berlinerin kombiniert Bachelor, Master und drei Auslandsprogramme

FOM Studentin Tina Weiß: „Berufsbegleitend zu studieren, hat mich beflügelt“

Tina Weiß hat einen echten 'Zick-Zack-Lebenslauf', wie sie selbst sagt. Die gebürtige Thüringerin wollte immer nach Berlin und kam 2002 in die Hauptstadt, um eine Ausbildung als Krankenschwester zu machen. Angefangen hat sie damit allerdings nicht, sondern stattdessen gejobbt. „Es gibt wohl keinen Job, den ich nicht gemacht habe – vom Putzen bis zur Bedienung im Café war alles dabei“, blickt sie heute amüsiert zurück. „Das lehrt Demut“, sagt sie. Ihr Blick auf die Welt und die Menschen, die schlecht bezahlte Jobs machen, hat sich dadurch verändert.

Tina Weiss Sydney 2016 FOM
Tina Weiß (Mitte) glücklich – bei der Zertifikatsübergabe zum Abschluss des Auslandsprogramms in Sydney 2016 mit John Powrie, International School of Management, und Annika Messing, International Office FOM (Foto: Ben Williams)

Irgendwann landet sie bei der Kundenbetreuung ihres aktuellen Arbeitgebers in Berlin und merkt ziemlich schnell, dass das ein Unternehmen ist, bei dem sie unbedingt bleiben möchte. Deshalb schaut sie sich nach Weiterbildungen um. An der FOM Hochschule in Berlin beginnt sie zunächst ein Bachelor-Studium und darf sich seit Juli diesen Jahres Wirtschaftsjuristin nennen. Inzwischen ist sie in der Vertragsprüfung des Unternehmens tätig – und will weiter studieren. Nach gründlicher Recherche entscheidet sie sich wiederholt für die FOM Hochschule. „Hier fühle ich mich gut betreut. Außerdem hat sich die FOM hat auf dem Markt einen guten Namen gemacht.“ Ab dem Wintersemester 2017/2018 wird sie ihr Master-Studium Unternehmensrecht, Mergers & Acquisition beginnen.

Bei der Frage nach der Doppelbelastung von Arbeit und Studium winkt sie nur ab. „Ich habe zu keiner Zeit eine Doppelbelastung gespürt“, sagt sie. „Im Gegenteil, das Studium hat mich beflügelt: Was ich abends theoretisch in den Vorlesungen gehört habe, konnte ich am nächsten Tag im Job in die Praxis umsetzen.“ Das empfand sie als sehr motivierend. „Insgesamt lernt man durch das nebenberufliche Studium auf jeden Fall, behutsamer mit seiner Zeit umzugehen: Ich muss mir meinen Arbeitstag effizient strukturieren. Das baut die organisatorischen Fähigkeiten aus. Davon kann jeder Arbeitgeber nur profitieren“, ist sich Tina Weiß sicher. Genauso wie die Förderung des Teamgeists, den sie auch unter den Kommilitonen an der FOM erfahren hat. „Da ging es nicht um Konkurrenzdenken, sondern um gegenseitige Unterstützung. Jeder hatte seinen Job und seine speziellen Kenntnisse, die er in die Lerngruppen mit einbrachte. Das ist ein schönes Gefühl nicht allein zu sein.“ So sind auch Freundschaften entstanden.

Aber nicht nur die Studienatmosphäre schätzt sie an der FOM, sondern auch deren Auslandsprogramme. Sie hat sowohl einen Business-English-Kurs in Großbritannien absolviert als auch einen vierwöchigen Kurs für Bachelor-Studierende in Australien. „Die Praxisnähe hat mir dabei sehr gut gefallen.“ Für Tina Weiß war diese Erfahrung so inspirierend, dass sie sich gleich für das Pendant in ihrem Master-Studium eingeschrieben hat. Im Januar 2018 geht es wieder für vier Wochen nach Sydney, Australien. Sie belegt dort die Module „International Marketing“, „International Entrepreneurship“ sowie „Foundation of Managament Thoughts“. Natürlich ist das eine zusätzliche Herausforderung, weil sie die Klausuren der anderen Module in Berlin nachschreiben muss und Kurs sowie Aufenthalt selbst bezahlt. Aber das ist es ihr wert. „Es ist eine Investition in mich selbst.“

Wie sich das Studium und die Auslandsaufenthalte auf ihr Privatleben auswirken? „Meine Partnerin unterstützt mich bei dem, was mir gut tut.“ Seit fünf Jahren führen die beiden eine Fernbeziehung. „In der Woche kann ich mich auf meine Arbeit konzentrieren und mich ohne schlechtes Gewissen auf das Abendstudium freuen. Nach Australien begleitet sie mich in der ersten Woche.“ Sie hilft ihr auch dabei, zum richtigen Zeitpunkt „Stopp“ zu sagen und zwischendurch mal eine Auszeit zu nehmen, um die Akkus wieder aufzutanken.

„Das nebenberufliche Studium beginnt im Kopf“, meint Tina Weiß. „Die Frage ist: Empfinde ich es als Last, nach der Arbeit zur Hochschule zu gehen, oder freue ich mich auf Studium und Kommilitonen?“ Zum Ausgleich gehört für Tina Weiß auch, wieder etwas zurückzugeben. „Durch das Studium hier bekomme ich sehr viel und werde gefördert. Ich empfinde das als Privileg.“ Deshalb unterstützt sie ein achtjähriges Kind in Kambodscha, das durch ihre Hilfe zur Schule gehen kann.