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29.01.2016

Aktuelles

Summer School & Summer Studies Australia — „Neben Fachwissen auch eigene interkulturelle Kompetenzen erweitern“

Die deutschen FOM Dozenten Prof. Dr. Ulrike Schwegler, wissenschaftliche Studienleiterin Bachelor-Studiengänge und Gesamt in Stuttgart, Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère, Dekan Fachbereich BWL II, und Dipl.-Betriebswirt Dirk Stein MBA haben im Rahmen des Kooperationsprogramms mit dem renommierten International College of Management Sydney (ICMS) einen Teil der Module in Australien gelesen. Im Interview berichten die erfahrenen Dozenten von ihren Erlebnissen mit den Studierenden sowie den australischen Kollegen und beschreiben, warum eine Auslandserfahrung sehr wertvoll sein kann.

(v. l.) Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère, Dekan Fachbereich BWL II, Prof. Dr. Ulrike Schwegler, Wissenschaftliche Studienleitung Bachelor-Studiengänge und Gesamt in Stuttgart, Dipl.-Betriebswirt Dirk Stein MBA.
(v. l.) Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère, Dekan Fachbereich BWL II, Prof. Dr. Ulrike Schwegler, Wissenschaftliche Studienleitung Bachelor-Studiengänge und Gesamt in Stuttgart, Dipl.-Betriebswirt Dirk Stein MBA.


Warum haben Sie an der
Summer School bzw. den Summer Studies Australia teilgenommen?

Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère: Auslandserfahrungen bieten die Möglichkeit, die eigenen interkulturellen Kompetenzen zu stärken. Dies gilt auch für die Tätigkeit als Dozent. Durch die Zusammenarbeit mit dem International College of Management, Sydney konnten wir unterschiedliche Arbeitsweisen und Mentalitäten kennenlernen und austauschen. Einblicke in verschiedene Lernmethoden und Prozesse erweitern die Sichtweise.

Was macht die Vorlesungen in Australien so besonders?

Dipl.-Betriebswirt Dirk Stein MBA: Die Lernatmosphäre in den Veranstaltungen war sehr positiv. Sowohl sozial als auch räumlich fühlte ich mich sofort wohl. Der Umgang zwischen Studenten und Dozenten war sehr locker, Fragen und Probleme wurden offen angesprochen und diskutiert. Die Vorlesungssäle und Seminarräume sind sehr modern und ansprechend gestaltet, das hat die Zeit in Sydney so besonders gemacht.

Prof. Dr. Ulrike Schwegler: Ein anderes, fremdes Umfeld bietet auch die Chance, aktuelle interkulturelle Erfahrungen der Studierenden in den Veranstaltungen aufzugreifen. Außerdem ist ja auch die Lernumgebung umwerfend: ein historisches Gebäude, in dem übrigens auch „The Great Gatsby“ gedreht wurde — mit Blick auf den Strand. Wo hat man das schon?

Haben Sie bereits an anderen Auslandsprogrammen teilgenommen – als Student oder Dozent?

Stein: Ich war als Student in den USA und Spanien und fand den Austausch fachlich und menschlich sehr bereichernd. Besonders kulturelle Unterschiede können herausfordernd sein, sind aber auch wichtig für die persönliche und berufliche Entwicklung.

Frère: Ich unterrichte im Rahmen verschiedener FOM Formate regelmäßig an der UCAM in Spanien sowie in Luxemburg. Auch in den USA wurde ich bereits als Dozent eingesetzt. Die Sichtweise der Dozentenkollegen ist spannend und erfordert natürlich auch eine gewisse Anpassungsfähigkeit an die örtlichen Gegebenheiten.

Schwegler: Für die FOM bin ich zum ersten Mal im Ausland unterwegs. Ich habe allerdings einige Jahre in Jakarta an einer Uni als Gastdozentin gelehrt und auch in den USA Vorträge an Universitäten gehalten.

Sollte jeder Dozent diese Erfahrung im Ausland machen?

Frère: Die Erfahrung im Ausland ist definitiv sinnvoll, erfordert aber auch die Bereitschaft, sich auf Land, Leute und Gegebenheiten einzulassen.

Haben Sie sich in besonderer Weise auf die Reise vorbereitet?

Frère: Es gab keine explizite Vorbereitung, jedoch sind die Zeitdifferenz sowie die körperliche Anstrengung der Reise herausfordernd. Der Unterricht vor Ort ist durch das Blockmodell sehr intensiv und auch die Temperaturen für Januar natürlich ungewohnt.

Stein: Die Zeitverschiebung bringt nicht nur den Jetlag mit sich, sondern erfordert auch Abstimmung mit dem Leben und dem Business daheim.

Wie haben Sie die Atmosphäre unter den Studierenden wahrgenommen?

Stein: Unter den Studierenden herrschte eine sehr angenehme Atmosphäre. Für viele stellt das Programm die erste Möglichkeit eines Studiums im „Vollzeitmodell“ dar.

Schwegler: Ich habe den Eindruck, dass die Studierenden das Angebot sehr schätzen. Doch nicht nur die gemeinsamen Unternehmungen sind außergewöhnlich, sondern grundsätzlich die Möglichkeit, neben dem Fachwissen auch die eigenen interkulturellen Kompetenzen erweitern zu können.

Frère: Natürlich kann die Wetter- und Freizeitlage für die Studierenden auch herausfordernd sein, obgleich das Lernpensum absolviert werden muss.

Was waren Ihre persönlichen Highlights während des Aufenthalts?

Schwegler: Der Austausch mit den australischen Dozenten sowie die Ausflüge in die Unternehmen waren besonders spannend. Der Unternehmer Jost Stollmann hat unsere Master-Studenten im Rahmen des Moduls „International Entrepreneurship“ in sein Unternehmen Tyro Payments Limited eingeladen. Die Perspektive eines deutschen Unternehmers, der als Entrepreneur in Australien tätig ist, aber auch der Austausch mit den kleinen Start-ups von Fintech Hub war für die Studierenden und uns ein toller Einblick in den ‚australian way of working‘.

Frère: Dies sehe ich genauso. Da die FOM Hochschule großen Wert auf den Theorie-Praxistransfer legt, werden ebensolche company visits in die Summer School und Studies integriert.

Stein: Zudem ist es eine großartige Gelegenheit, sich mit einem Visionär wie Jost Stollmann unterhalten und austauschen zu können.

Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Stein: Meine Erwartungen wurden definitiv erfüllt. Wir konnten im Rahmen des Programms das Verständnis für die Lebens- und Arbeitsweise in Australien vertiefen. Es war alles in allem ein erfolgreicher Aufenthalt und ich wünsche den Studierenden noch eine aufregende und erfolgreiche verbleibende Zeit. Auf dass auch die Freizeit nicht zu kurz kommt.

Frère: Erwartungen und Vermutungen wurden erfüllt. Ich denke auch, dass die Beziehung zwischen ICMS und FOM noch viel Potenzial bietet, unter anderem im Bereich der Forschung.

Schwegler: Meine Erwartungen wurden vielleicht sogar noch übertroffen! Ich freue mich, dass wir mit den australischen Kollegen weitere Möglichkeiten des Austauschs besprechen konnten. Auch im Rahmen eines Staff Exchange Programmes können wir noch viel voneinander lernen.

Würden Sie noch einmal an einem Auslandsprogramm teilnehmen wollen?

Alle drei: Ja, definitiv.



Zu den Personen:


Prof. Dr. Dr. habil. Eric Frère
ist FOM Dekan im Fachbereich BWL II. Er ist seit 1992 Dozent in der BCW-Gruppe u.a. für Corporate Finance sowie International Finance und Entrepreneurship und hat seit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Corporate Finance- und Asset Management-Beratung.

Dipl.-Betriebswirt Dirk Stein MBA ist nebenberuflicher Dozent für Finance, International Entrepreneurship und Management Consulting an der FOM Hochschule. Abseits des Hörsaals ist er als Berater für nationale und internationale Unternehmen aller Größen und Branchen, insbesondere „blue chip-Unternehmen“, tätig.

Prof. Dr. Ulrike Schwegler ist wissenschaftliche Gesamt-Studienleiterin in Stuttgart und lehrt Module in den Bereichen Wirtschaftspsychologie und Internationales Management. Ferner ist sie seit vielen Jahren weltweit als Beraterin und Trainerin für globale Unternehmen und Institutionen im Einsatz.