• FOM
  • 2015
  • Juli
  • Berliner Wirtschaftsgespräche zu Gast an der FOM Berlin: Employer Branding per Weiterbildung
10.07.2015 | Berlin

Aktuelles

Berliner Wirtschaftsgespräche zu Gast an der FOM Berlin: Employer Branding per Weiterbildung

Eine gute Arbeitgebermarke kann dazu beitragen, dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen, neue Mitarbeiter zu gewinnen und gutes Personal zu halten. Weiterbildung ist ein guter Weg, eine solche Arbeitgebermarke zu schaffen und zu pflegen. So lautet die Quintessenz des Berliner Wirtschaftsgesprächs am 1. Juli 2015. Die traditionsreiche Veranstaltung fand zum ersten Mal in den Räumlichkeiten der FOM Hochschule in Berlin statt. Die Teilnehmer der Diskussionsrunde: Karsten Dietrich, Geschäftsführender Gesellschafter bei Synergie Berlin, Dr. Georg Greten, Geschäftsführer des Informations-Verarbeitungs-Zentrums beim RBB, FOM Absolventin Nicola Gottschlig, Prof. Dr. Manuela Zipperling, Geschäftsleiterin der FOM Berlin, sowie Prof. Dr. Astrid Nelke, FOM Professorin und Geschäftsführerin von know:bodies.

 

Für den Einstieg in die Thematik sorgten die beiden FOM Expertinnen. Prof. Dr. Nelke lieferte u.a. Zahlen zum Fachkräftemangel. Allein in diesem Jahr würden 300.000 Arbeitnehmer mehr aufhören als neue in den Arbeitsmarkt eintreten. Allerdings sei von diesen Entwicklungen nicht jede Branche gleich stark betroffen. Prof. Dr. Zipperling richtete den Blick auf die Bundeshauptstadt. Auch in Berlin werde Employer Branding angesichts des Fachkräftemangels immer wichtiger: „Noch ist die Stadt aber ein so attraktiver Lebens-, Bildungs- und Arbeitsstandort, dass Arbeitgeber aus einem großen Pool an qualifizierten Arbeitskräften wählen und sich mit Förderungen zurückhalten könnten.“

Die große Bedeutung von Weiterbildung für Employer Branding – gerade im IT Bereich – fasste Dr. Greten zusammen: „Eine erfolgreiche Personalvermittlung über einen Headhunter kostet uns mehr als die Förderung eines berufsbegleitenden Studiums“, betonte er. Es werde allerdings genau ausgewählt, wer auf diese Weise gefördert werde. „Die Leute, die sich zutrauen, zu arbeiten und gleichzeitig zu studieren, sind auch im Job bei uns die Leistungsträger.“ Und Karsten Dietrich, der vor Jahren selbst an der FOM Hochschule studiert hat, betonte: „Bei einem berufsbegleitenden Studium investieren beide Seiten: Das Unternehmen zahlt, der Mitarbeiter setzt seine Freizeit ein.“

Nicola Gottschlig sah durch die wissenschaftliche Brille auf die Thematik. Im Rahmen ihrer Master-Abschlussarbeit an der FOM hatte sie sich mit Feedbacksystemen in Unternehmen auseinandergesetzt. Ihre These: Für einen starken Arbeitgeber sei es wichtig, zu wissen, womit seine Mitarbeiter zufrieden oder unzufrieden sind. Deshalb fange Employer Branding immer erst intern an und müsse zudem einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. „Investitionen in die Weiterbildung sind nur einer von mehreren Bausteinen im Employer Branding“, so die FOM Absolventin. „Auch Punkte wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Wertschätzung der Mitarbeiter oder betriebliches Gesundheitsmanagement spielen eine Rolle.“