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Vortragsabend an der FOM: LANXESS-Personalchef Liu über die Asien-Offensive seines Konzerns und die Bedeutung von „Chinability“

- LANXESS-Personalchef Zhengrong Liu und Prof. Dr. Burghard Hermeier, Rektor der FOM.
06.05.2010 - Mit teilweise zweistelligen Zuwächsen sind immer mehr deutsche Unternehmen auf dem chinesischen Markt aktiv. Auch der Leverkusener Spezialchemie-Konzern LANXESS hat 2006 eine Asien-Offensive gestartet, über die Personalchef Zhengrong Liu am Abend im Hochschulstudienzentrum der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Essen sprach.
Der Vortrag des einzigen chinesischen Personalchefs eines MDAX-Konzerns in Deutschland machte deutlich: Unternehmen, die Wirtschaftsbeziehungen mit China pflegen, brauchen Mitarbeiter, die über „Chinability“ verfügen. Gemeint sind interkulturelle Kompetenzen und länderspezifische Kenntnisse sowie Fachkenntnisse in den Bereichen BWL und International Management, ergänzt durch Grundlagen der chinesischen Sprache. Wie die Wirtschaft in China funktioniert, welche Branchen dort boomen und worauf Deutsche bei der Kommunikation mit chinesischen Geschäftspartnern achten sollten, erlernen Studierende ab dem Wintersemester 2010 im neuen FOM-Studiengang International Management mit Schwerpunkt China.
„Ziel des Bachelor-Studiengangs ist es, die Absolventen für internationales Management fit zu machen und sie gleichzeitig auf die Bedingungen der chinesischen Wirtschaft und die Interaktion mit chinesischen Geschäftspartnern vorzubereiten“, erläutert Prof. Dr. Ingrid Eumann, wissenschaftliche Studienleiterin des neuen Studiengangs und Professorin für interkulturelle Kommunikation und Wirtschaftsenglisch an der FOM. „Mit qualifiziertem Sprachunterricht in Chinesisch und Business Englisch stärken wir die Arbeitsmarktfähigkeit unserer Studierenden enorm. Ihr Wissen gewinnen sie nicht nur aus Büchern, sondern auch durch das Auslandssemester in China und Kontakte zu chinesischen Studierenden.“
„Egal ob man die chinesische Entwicklung eher optimistisch oder eher pessimistisch einschätzt, die Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft und darüber hinaus wird in diesem Jahrzehnt noch einmal erheblich zunehmen“, sagte Zhengrong Liu, Personalchef der LANXESS AG, zu den mehr als 150 Studierenden aus China und Deutschland im Auditorium. „Darauf ist die Welt noch nicht gut vorbereitet. China übrigens auch nicht. Um so wichtiger ist es, dass wir Nachwuchskräfte auf beiden Seiten bekommen, viel mehr übrigens als wir sie heute haben, die sich mit Sachverstand, Führungskompetenz und kultureller Sensibilität für eine bessere Verständigung engagieren – und zwar in der Wirtschaft, in der Wissenschaft und auch in der Politik.“
Hintergrund: Die Bundesrepublik Deutschland ist heute größter europäischer Investor in China. Deutsche Unternehmen haben von 1999 bis zum Ende des dritten Quartals 2009 insgesamt rund 17 Milliarden US-Dollar im Reich der Mitte investiert (Quelle: Auswärtiges Amt). „Neben der chemischen Industrie und der Automobilindustrie haben auch deutsche Mittelständler begonnen, sich verstärkt in China zu engagieren“, betont Prof. Dr. Ingrid Eumann. „Diese Firmen brauchen entsprechend gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Wir bereiten Abiturienten und Fachabiturienten exakt auf diese Aufgaben vor.“ Weitere Informationen: www.hochschulstudium-plus.de.
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