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Gesunde Mitarbeiter für Unternehmen immer wichtiger
Neben Diste referierten auch Heinz Kowalski, Geschäftsführer des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg, Felix Bruder, Geschäftsführer Deutsches Netz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser, sowie Katrin Gerdes, die das betriebliche Gesundheitsmanagement in der Guss-Sparte der Siempelkamp Gießerei leitet.
Einig waren sich alle Referenten darin, dass gesunde Mitarbeiter die Produktivität der Unternehmen erhöhen. Doch in Dienstleistungsbetrieben wie Krankenhäusern und Pflegeheimen sind Mitarbeiter auch die „Aushängeschilder“ – deshalb sollte das Thema Mitarbeitergesundheit ein integraler Bestandteil des Managements sein. „Schlechte Führungskräfte bringen erfahrungsgemäß einen hohen Krankenstand mit sich“, so Diste. „Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Abläufe, also die Strukturen in einem Haus zu verbessern, sondern auch Prozesse wie beispielsweise die Kommunikation zwischen Führungskräften und Angestellten zu optimieren. Dies kann in Form von kommunikativen Bypässen mittels Intranet erreicht werden oder aber durch regelmäßige Kommunikationsrunden.“
Heinz Kowalski, der über langjährige Erfahrung in der Unternehmensberatung verfügt, misst dem betrieblichen Gesundheitsmanagement vor allem vor dem Hintergrund der Gewinnung und Bindung qualifizierter Arbeitskräfte eine große Bedeutung bei. „Gesundheit muss als Grundlage von Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft verstanden werden. Negativ wirken sich Leistungsverdichtung, Beschleunigung und Zeitdruck aus. Dazu kommt, dass Arbeitsprozesse zunehmend komplexer werden. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist daher eine Win-Win-Win-Situation: Es profitieren Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Krankenkassen.“ Neben gesunden Arbeitsverhältnissen und gesunder Führung sei auch die persönliche Gesundheitskompetenz jedes einzelnen Mitarbeiters wünschenswert.
Zu den Erfolgsfaktoren betrieblichen Gesundheitsmanagements zählen den Experten zufolge die Unterstützung durch die Geschäftsführung, die Einbindung von Mitarbeitern in die Projektentwicklung und -durchführung, die Transparenz von Zielen und Inhalten für alle Mitarbeiter sowie zeitliche und finanzielle Ressourcen. Beispiele für Maßnahmen sind sportliche Aktivitäten wie Rückenschulungen und Physiotherapie, aber auch medizinische Check-ups, psychosoziale Angebote und Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
