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Berufstätige Mutter ist erste Absolventin der FOM in Nürnberg

- Ute Schönbach ist die erste Absolventin der FOM in Nürnberg.
08.04.2010 - Kinder und Karriere unter einen Hut zu bringen ist eine echte organisatorische Herausforderung. Und wer als Ehefrau, Berufstätige und Mutter zudem ein komplettes Studium absolviert, muss zusätzlich eine gehörige Portion Motivation und Engagement mitbringen. Ute Schönbach hat es geschafft – und nahm ihr Diplom-Zeugnis mit Prädikatsexamen als erste Absolventin der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Nürnberg entgegen. „Die FOM war eine Riesenchance für mich. Neben dem Job studieren zu können, wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.“
Nachdem Ute Schönbach in der Elternzeit ihr Abitur nachgeholt hatte war klar, dass ein Studium folgen sollte. „Ich erkundigte mich gezielt nach berufsbegleitenden Angeboten und stieß durch Zufall auf die Homepage der FOM. Nach einem Besuch der Infoveranstaltung waren meine letzten Zweifel beseitigt. Da ich immer ein Faible für Jura hatte, schrieb ich mich für den Studiengang Wirtschaftsrecht ein.“
Gemeinsam mit elf Kommilitonen besuchte die Fremdsprachenkorrespondentin im Wintersemester 2006 die ersten Vorlesungen in Nürnberg. Insgesamt starteten 62 Erstsemester am frisch gegründeten Standort der FOM Hochschule für Oekonomie & Management. „Es war sehr familiär, wir haben uns schnell kennengelernt und hatten von Beginn an ein enges und vertrauensvolles Verhältnis zur Geschäftsleitung und einigen Dozenten der FOM“, erinnert sich Ute Schönbach. „Herr von Dobschütz stand bei studienbezogenen Fragen meinerseits stets als Ansprechpartner zur Verfügung.“
Um ihre Vorlesungen zu besuchen, fuhr die 34-Jährige freitags abends und samstags von ihrem Wohnort Wiesentheid in Unterfranken ins 80 Kilometer entfernte Nürnberg. „Für die Kinder waren abwechselnd mein Mann und die beiden Omas zuständig. Wenn es mal eng wurde, sprangen auch Freunde und Bekannte ein“, sagt sie. „Ohne diese Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen und dafür bin ich sehr dankbar.“ Ihre Diplomarbeit schrieb sie dann auch über den „Beitrag der Arbeitszeitgestaltung zur Förderung der Personalbindung im Rahmen des demografischen Wandels“ – ein Thema, das sie selbst betrifft. Felix von Dobschütz, Geschäftsleiter der FOM in Nürnberg, lobt die Leistung seiner ersten Absolventin. „Sie hat gezeigt, was in ihr steckt und ihr Studium mit Bravour gemeistert. Solche Mitarbeiter sind für jedes Unternehmen Gold wert.“
Ute Schönbach kann sich durchaus vorstellen, in Zukunft in einer Wirtschaftskanzlei oder in der Personalabteilung eines Unternehmens tätig zu sein. „Momentan arbeite ich im Home Office und kann so Familie und Beruf gut miteinander vereinbaren. Langfristig gesehen möchte ich aber auch meine Kenntnisse als Wirtschaftsjuristin anbringen können.“ Dass es nicht leicht wird, in dieser Branche einen Job in Teilzeit zu bekommen, weiß sie. „Ich vertraue darauf, dass ich mit meiner Qualifikation und meiner praktischen Erfahrung aus verschiedenen Industrieunternehmen für Arbeitgeber interessant bin. Der erwartete Fachkräftemangel aufgrund der demografischen Entwicklung ist ja kein Hirngespinst, sondern statistisch erwiesen.“
