Aktuell

Berufstätige Studenten fordern mehr Flexibilität in der Bildungspolitik

Mehr als 1.000 FOM-Studierende nach der Bundestagswahl befragt

02.10.2009 - Sie wollen mehr. In einer Blitzumfrage äußerten sich 1.023 Studierende der FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management zu ihren Erwartungen an die Bildungspolitik. 82 Prozent der Befragten fordern von der neuen Bundesregierung eine umfassende Verbesserung in diesem Bereich. Von allen Parteien schnitt die FDP hierbei am besten ab: Immerhin knapp jeder dritte Teilnehmer spricht den Liberalen die größte Bildungskompetenz zu.

 

Grund der Umfrage: Zu den zentralen Themen des abgelaufenen Wahlkampfes zählte neben der Wirtschafts- auch die Bildungspolitik. FOM-Dozent Dr. Matthias Wurster nahm dies zum Anlass, diejenigen zu befragen, die von der Bildungspolitik unmittelbar betroffen sind. „Die Bildung ist zwar bei allen Parteien ein wichtiges Thema, aber über die konkreten Erwartungen von Studierenden wurde im Vorfeld der Wahl kaum geredet“, erläutert der FOM-Dozent. „Diese Lücke wollten wir mit unserer Befragung teilweise schließen.“ Zu den Fragen zählte auch die nach der persönlichen Situation: Nur 42 Prozent der Studierenden gehen davon aus, dass sich das Wahlergebnis positiv auf ihre Lage auswirken wird.

 

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer (77 %) ist zwischen 18 und 30 Jahre alt. Neben der generellen Einschätzung des Regierungswechsels äußerten sie sich auch darüber, welche bildungspolitischen Schwerpunkte aus ihrer Sicht wichtig sind und welche Aufgaben die neue Regierung angehen sollte. „Hier erwarten die Studierenden vor allem eine Erhöhung der Studentenquoten, einen besseren Zugang für Quereinsteiger sowie den Ausbau berufsbegleitender Studienmodelle“, so Wurster. Während jeder Dritte der FDP die größte Bildungskompetenz zutraut, liegen Union und SPD bei nur je 20 Prozent. Die Grünen und die Linken kommen lediglich auf elf bzw. sechs Prozent.

 

Als Hochschule für Berufstätige unterstützt auch die FOM die weitere Ausdifferenzierung des Hochschulsystems in Richtung spezieller Angebote für Berufstätige. „Laut OECD-Studie nutzen wir das Potenzial Berufstätiger in Deutschland noch nicht ausreichend“, so FOM-Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier. „Wir möchten unseren Teil dazu beitragen, die allgemeinen Bildungschancen in der Bundesrepublik zu verbessern. In der kommenden Woche laden wir deshalb Wissenschaftler und Vertreter von Unternehmen und aus der Politik zu einer Fachtagung über Hochschulpolitik und Hochschulmanagement nach Essen ein.“ Weitere Informationen im Internet.


>> Kernergebnisse der Online-Umfrage zur abgelaufenen Bundestagswahl 2009 (PDF)


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