Neue WissensDienstleistungen für energieeffiziente Haustechnik-Installation (KnowHau)
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Uwe Kern
Das Projekt wird im Rahmen des EU-NRW-Ziel 2-Programms "Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung 2007 – 2013" (Förderwettbewerb "WissensWirtschaft NRW") durchgeführt und aus Mitteln der EU und des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen für das Ziel 2-Programm NRW gefördert. Die Kofinanzierung des Projekts erfolgt mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Zeitraum: 01.12.2009 – 31.11.2011
Ausgangslage: Die SHK-Branche ist geprägt durch einen dreistufigen Vertriebsweg von der Industrie über den Großhandel bis hin zum Handwerk. Bisher hat sich die Branche auf die Automatisierung der kaufmännischen Abwicklungsprozesse konzentriert. In der Wertschöpfungskette fehlt bisher die informationstechnische Unterstützung der Akquisitions- und Planungsphase.
Die mehr als 7.000 Unternehmen der nordrhein-westfälischen SHK-Branche und ihre gut 10.000 Beschäftigten sehen sich immer diffizileren Beratungsaufgaben gegenüber. Neue Umwelt- und Energietechnologien kommen auf den Markt und müssen den Endkunden erklärt werden. Bislang übernehmen diese Rolle traditionell Großhandel und Handwerk. Aktuell können dies viele Betriebe nicht mehr ausreichend leisten und verlieren die Beratungsrolle an Stadtwerke, Energieversorger, Verbraucherberatungen und andere Marktteilnehmer. Großhandel und Handwerk der SHK-Branche scheinen ihre Chance, sich als natürlicher Ansprechpartner für diesen Bereich zu etablieren, aus Unwissenheit zu verspielen.
Zielsetzung: Das notwendige Wissen, um weiterhin als kompetenter Technologieberater für Endkunden fungieren zu können, soll zukünftig aus der Wissensplattform KnowHau kommen. Das Projekt baut auf die Idee, mit einer IT-gestützten Wissensplattform den Großhandel – und mittelbar das Handwerk – für die stetig wachsenden Beratungsaufgaben fit zu machen. Hierbei sollen neben dem Aufbau einer WissensDatenbank auch neue Dienstleistungen im Bereich Schulung bzw. Training und Zertifizierung angeboten werden.
Im Förderprojekt sollen diese wissensintensiven Dienstleistungen geschaffen, getestet und am Markt eingeführt werden. Das Projektvorhaben stellt somit die Startphase für eine langjährige und brancheneinheitliche Organisation der Akquisitions- und Planungsphase dar, da sich dieses Verbundprojekt im Anschluss an den Förderzeitraum selbst tragen soll.
Vorgehen:
Das Projekt beinhaltet folgende Arbeitsschritte:
- Voranalyse
- Fachkonzept - Inhalte
- Fachkonzept - Organisation
- Entwicklung der technischen Infrastruktur
- Initialfüllung Content
- Pilotprojekt
- Anpassung
- Realbetrieb - Übergang in den Realbetrieb und Marktverbreitung in Nordrhein-Westfalen
Kooperationspartner:
Bei dem Projekt handelt es sich um ein Verbundprojekt. Folgende Partner sind beteiligt:
- Intermoves GmbH (Projektkoordinator)
- Universität Paderborn, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik 1, Betriebswirtschaftliche Informationssysteme
- Deutscher Großhandelsverband Haustechnik e. V. – DGH
- Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft – VdZ, vertreten durch den Zentralverband Sanitär Heizung Klima - ZVSHK
- Sachverständigenbüro Kaiser Udo (Gebäudeinspektion & Gebäudeenergieberatung)
- Hochschule für Oekonomie & Management – FOM, Essen
Ergebnisse: Die notwendige Analyse der Branchenprozesse und der einzelnen Wissensgebiete ist bereits abgeschlossen.
> Wissensplattform KnowHau
Zum Wettbewerb: Im Mai 2008 hat die Landesregierung den Wettbewerb WissensWirtschaft.NRW gestartet. Gesucht wurden die besten wissensintensiven Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette. Im Rahmen dieses Wettbewerbs fördert die Landesregierung Projektideen, die wissensintensive Dienstleistungen in einer Wertschöpfungskette entwickeln und anwenden möchten, denn mit landesweit mehr als 650.000 Beschäftigten gelten die unternehmensnahen Dienstleistungen bereits heute als wichtige Zukunftsbranche in Nordrhein-Westfalen. Bis 2011 sind mindestens 40.000 zusätzliche Arbeitsplätze zu erwarten; in den nächsten fünf Jahren bis zu 100.000 Arbeitsplätze, wenn vorhandene Potenziale genutzt werden. Die größten Potenziale liegen dann vor allem im Bereich der produktionsnahen und wissensintensiven Dienstleistungen.


