Entwicklung und Erprobung von innovativen Bildungsprodukten zur Risikoerkennung, -vermeidung und -beseitigung in KMU

Projektleitung: Dipl.-Kfm. Mark Moser (BA Hessische Berufsakademie gGmbH)
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Lutz Hoffmann (FOM Hochschule für Oekonomie & Management gGmbH)

Gefördert durch: Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Hessen gefördert.

Zeitraum: 01.07.2010 – 30.06.2012

Kurzbeschreibung:
Im Rahmen des Projektes sollen innovative Bildungsprodukte erarbeitet und umgesetzt werden, die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) helfen, Risiken zu erkennen, zu vermeiden und zu beseitigen. Diese ermöglichen einen Beitrag für die Beschäftigungssicherung und –qualität in KMU. Unternehmen wird die Teilnahme an Transferveranstaltungen ermöglicht, die sie befähigen sollen, Risikosituationen frühzeitig zu erkennen und eigenständig oder mit externer Hilfe zu beseitigen.

Hintergrund und Zielsetzung:
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen steigt seit Jahren an. 2008 wurden noch 28.000 Insolvenzen gezählt, 2009 waren es schon 30.000, für 2010 wurden 40.000 prognostiziert. Zunehmend sind vor allem kleinere Firmen von der Pleite bedroht, was in fehlenden oder unzureichenden Instrumenten zur Krisen(früh)erkennung begründet sein könnte.

Ziel des Projektes ist es daher, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zukünftig fit zu machen für die Erkennung von externen und internen Risiken. Strukturelle Defizite sollen vermieden werden und die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit sollen gestärkt werden.

Kooperationspartner:
Kooperationspartner des Projektes sind die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, der Landesverband des Hessischen Einzelhandels ((LHE) sowie die FOM Hochschule für Oekonomie und Management, Studienzentrum Frankfurt.

Die FOM versteht sich mit ihrem ausbildungs- und berufsbegleitenden Studienangebot als eine Ergänzung der deutschen Hochschullandschaft.

Vorgehensweise:
Zunächst wurden im Rahmen der empirischen Analyse hessische KMU anonym befragt. Daraus sollten im Wesentlichen folgende Erkenntnisse gewonnen werden:

  • Welches sind KMU-typische Ursachen für Unternehmenskrisen?
  • Wie haben KMU erfolgreich Krisen überstanden?
  • In welchen Krisenphasen erfolgt typischerweise die Erkennung einer Unternehmenskrise?

Basierend auf diesen Ergebnissen der empirischen Analyse werden Konzepte, Handreichungen und Materialien erarbeitet, die den KMU helfen, Risiken besser und effektiver zu erkennen, erfolgreicher zu beseitigen und zu vermeiden. Auf Basis dieser Entwicklung entstehen außerdem Konzepte für berufsbegleitende Qualifizierungsmodelle.

"Aus den Umfrageergebnissen werden entsprechende Hilfen in Form von Handbüchern und Workshops entwickelt. Den Unternehmen, die an der Befragung teilnehmen, werden diese Materialien bereits jetzt, während des Projektverlaufs, zur Verfügung gestellt." (Prof. Dr. Lutz Hoffmann, Leiter des Projektes an der FOM – Hochschule für Oekonomie und Management)

Kooperationspartner:

Bisheriger Projektverlauf:
Zum 1.7.2010 wurde ein Projektnetzwerk implementiert. Akteure sind zum einen die Kammern, die durch die Industrie- und Handelskammer Frankfurt repräsentiert werden. Als Verbände konnten die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) und der Landesverband des Hessischen Einzelhandels ((LHE) eingebunden werden.

Neben dem Netzwerk wurde auch ein Beirat etabliert. Dieser soll das Projekt im Sinne einer Qualitätssicherung begleiten und als Multiplikator den Transfer der Projektergebnisse initiieren.

Bereits im Dezember 2010 startete die Befragung der Unternehmen. Nachdem die Adressen von einem Marktforschungsinstitut eingekauft worden waren, wurden im März 2011 außerdem 26.000 Firmen angeschrieben und zu einer Online-Befragung eingeladen. Desweiteren wurden zahlreiche Veranstaltungen der FOM Hochschule für Oekonomie und Management, der Hessischen Berufsakademie und der Hessischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie besucht, um Studierende dazu zu motivieren, ihre Arbeitgeber auf das Projekt aufmerksam zu machen.

Ab 3. Mai erfolgte die Auswertung der empirischen Analyse. Insgesamt konnten 305 vollständige Datensätze generiert werden. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden seit Juli 2011 genutzt, um wie geplant Konzepte, Handreichungen und Materialien zu erarbeiten. Daraus werden dann Konzepte für berufsbegleitende Qualifizierungsmodule konzipiert und pilotiert. Die IHK hat bereits Interesse bekundet, ab September 2011 an den Workshops teilzunehmen, und darüber hinaus auch, wenn möglich, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Ergebnisse: Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen.

Studienorte
22 mal bundesweit und in Luxemburg:

Aachen | Berlin | Bonn | Bremen | Dortmund | Duisburg | Düsseldorf | Essen | Frankfurt a. M. | Gütersloh | Hamburg | Hannover | Köln | Leipzig | Mannheim | Marl | München | Neuss | Nürnberg | Siegen | Stuttgart | Wuppertal | Luxemburg

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