Frauen in der industriellen Forschung, Entwicklung und Innovation in der chemischen Industrie in NRW

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Anja Seng 

Zeitraum: 01.08.07 - 31.12.08 

Ziel: Das Potenzial an Arbeitskräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt schwindet und überaltert zunehmend. Um langfristig eine wettbewerbsfähige Forschungs- & Entwicklungsarbeit zu erhalten, werden hoch qualifizierte, kreative und innovative Teams in der industriellen Forschung benötigt. So steigt die Konkurrenz um die weniger werdenden qualifizierten Arbeitskräfte zunehmend. Hierbei gilt es, bestehende Potentiale besser auszuschöpfen. So steigt zwar die Zahl der Absolventinnen naturwissenschaftlicher und technischer Studiengänge und in den Fachbereichen Pharmazie, Biotechnologie und Chemie liegt sie sogar über der der männlichen, doch sind Frauen in der industriellen Forschung, Entwicklung und Innovation immer noch stark unterrepräsentiert: 

  • Der Frauenanteil im Maschinenbau ist beispielsweise mit 6,2% besonders niedrig.
  • Im Vergleich sind Frauen in der Chemie mit immerhin über 33% vertreten. 

Verfolgt man die Qualifikationsstufen und Karriereverläufe im Forschungsbereich der chemischen Industrie, zeigt sich folgende Entwicklung: Auf der untersten Leitungsebene finden sich noch ca. 44% Frauen, während auf der mittleren Ebene noch 18% und auf der oberen Führungsebene nur noch 4,5% Frauen vertreten sind. Wie ist diese unterdurchschnittliche Präsenz von industriellen Forscherinnern im Vergleich zur deutlich höheren Absolventinnenzahl zu erklären? Das Forschungs- Team der FOM untersucht unter der wissenschaftlichen Leitung von Frau Prof. Dr. Anja Seng, warum Frauen aus der Chemie- und Kunststoffbranche NRW gerade in den oberen Führungsebenen unterrepräsentiert sind. Es soll nach Gründen geforscht werden, die Karrierehemmnisse für Frauen bedeuten können und ihnen damit kaum Zugang zu höheren Führungspositionen ermöglichen. 

Mit dieser Studie sollen im Rahmen des landesweiten Projektes "FiF" des MGFFI Ansätze erarbeitet werden, um zur weiteren Verbesserung der Chancengleichheit in der industriellen Forschung, Entwicklung und Innovation beizutragen. 

Methodik: Basierend auf einer Analyse des aktuellen Standes der Forschung werden die vier Fokusgruppen aus jeweils Studierenden, Beschäftigten, Multiplikatoren und Arbeitgebervertretern gebildet, die sowohl persönlich als auch schriftlich befragt werden. 

Kooperationspartner: inomic GmbH, Essen 

Ergebnisse: Das Projekt ist abgeschlossen. 

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