"Effizienz und Perspektiven von Karrierenetzwerken"
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Hermeier
Projektlaufzeit: 01.08.2007 - 31.12.2010
Förderung: Im Rahmen des Projektes fördert das Ministerium für Generation, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) im Zeitraum vom 01.08.07 - 31.01.08 eine "Vergleichende Studie zur Arbeitsmarktrelevanz von weiblich und männlich dominierten Karrierenetzwerken".
Zielsetzung: Die Zielsetzung des Projektes ist die Bewertung der Effizienz und der Perspektiven von Karrierenetzwerken. Der Aufbau und die Pflege von Kontakten spielt in einer arbeitsteiligen Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Durch Beziehungen zu anderen Personen oder Personengruppen werden Möglichkeiten der gegenseitigen Unter- stützung und Kooperation ausgelotet und genutzt. Netzwerke werden zunehmend auch für die Rekrutierung und die Karriereentwicklung von Arbeitnehmern herangezogen: Auf Seite der Unternehmen steigt die Bedeutung formeller und informeller Kontakte in Form von Netzwerken für die Anwerbung und Auswahl neuer Mitarbeiter. Auf der anderen Seite bauen sich immer mehr Arbeitnehmer Netzwerke auf, um auf diese Weise Informationen zu offenen Stellen oder gar Empfehlungen zur Unterstützung ihrer Bewerbung zu erhalten. Die Palette solcher Netzwerke reicht von berufsständischen und gesellschaftspolitischen Vereinigungen über internetbasierte Netzwerke (wie z.B. Xing/openbc) bis hin zu informellen Kontakten. Im Rahmen dieser Untersuchung wird analysiert, inwieweit der Aufbau und die Pflege von Netzwerken sich als vorteilhaft für die Netzwerkakteure erweisen, wovon diese Vorteile abhängen und welche Handlungsempfehlungen sich daraus ableiten lassen.
Methodik: Um die vorgenannten Fragen wissenschaftlich fundiert zu beantworten, werden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:
- Identifikation und Kategorisierung von Karrierenetzwerken in Deutschland
- Analyse von Karrierenetzwerken aus drei unterschiedlichen Perspektiven:
- Unternehmensperspektive: Karrierenetzwerke als Instrument der Personalbeschaffung u. -entwicklung
- Arbeitnehmerperspektive: Karrierenetzwerke als Möglichkeit zur Förderung der beruflichen Karrierechancen
- Netzwerkperspektive: Karrierenetzwerke als Instrument zur gegenseitigen Unterstützung und Durchsetzung gemeinsamer Interessen
- Abschätzung der zukünftigen Bedeutung von Karrierenetzwerken
Grundlage der Analyse sind empirische Daten zum Netzwerkverhalten von Unter- nehmen, Arbeitnehmern und Netzwerkinitiatoren, die im Rahmen dieses Projektes erhoben werden. Die dabei gewonnenen Informationen dienen zum einen dazu, die Bekanntheit und die tatsächliche Nutzung von Netzwerken zu bestimmen. Zum ande- ren werden Aufwand und Nutzen der Netzwerkaktivitäten anderen Möglichkeiten der Rekrutierung oder der Planung des Karriereweges gegenübergestellt, um so mögliche Vorteile des Aufbaus und der Pflege von Kontakten zu erklären. Schließlich erfolgt eine differenzierte Betrachtung der Rekrutierungs- und Karriereeffekte für weiblich und männlich dominierte Karrierenetzwerke. Basierend auf Vorhersagen für die zukünftige Bedeutung von Netzwerken ergeben sich Handlungsempfehlungen für Netzwerk- teilnehmer und Netzwerkinitiatoren für ein effizienteres "networking". Dieses Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) und wissenschaftlich umgesetzt durch die Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) Essen in Kooperation mit der inomic GmbH.
Kooperationspartner: inomic GmbH, Essen
Ergebnisse: Das Projekt ist abgeschlossen
Downloads:
Beitrag in PERSONAL 03.2009 (PDF)
Abschlussbericht Langfassung (PDF)
Abschlussbericht Kurzfassung (PDF)
