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Hochschulpolitik und Hochschulmanagement
In der wissenschaftlichen Ausbildung spielen neben dem traditionellen Vollzeit-Präsenzstudium zunehmend auch andere Studienformen eine Rolle: Teilzeitstudium, Fernstudium, duales oder berufsbegleitendes Studium. Dem berufsbegleitenden Studium wird zukünftig eine besondere Rolle zukommen. Zum einen stellt es eine Möglichkeit dar, die im Bologna-Prozess erhobene Forderung nach lifelong learning einzulösen, zum anderen liegt in dieser Studienform eine Möglichkeit, die in Deutschland relativ geringe Zahl von Hochschulabsolventen (38 % eines Jahrganges; OECD-Durchschnitt: 49 %) zu erhöhen. Studierende, die bereits eine Ausbildung durchlaufen haben, entscheiden sich häufg gegen ein Vollzeit-Präsenzstudium zugunsten einer alternativen Studienform. Dies gilt insbesondere für diejenigen, die erst nach einer Erstausbildung ihre Hochschulzugangsberechtigung erlangen (14 % im Vergleich zum OECD-Mittel von 9,2 %).
Mit dieser Fachtagung setzt die FOM die wissenschaftliche Diskussion zu alternativen Konzepten in der Hochschullehre, die mit der 1. Fachtagung in 2008 begann, fort. In diesem Jahr steht das berufsbegleitende Studienmodell im Fokus der Tagung. Das Modell wird in den Vorträgen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Im Mittelpunkt der Diskussion mit den Experten wird die Frage stehen, welche Anforderungen sich bei der Umsetzung eines berufsbegleitenden Studienangebots an Unternehmen und Beschäftigte sowie Bildungseinrichtungen und Lehrende stellen und welche Methoden und Konzepte praktikabel sind.

Prof. Dr. Burghard Hermeier
Rektor der FOM Hochschule für
Oekonomie & Management
