Mobilität statt Stillstand: Wege aus dem Stau
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 Zeigte "Wege aus dem Stau": Prof. Dr. Karl-Hans Hartwig.
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130.000 Stauvorfälle, insgesamt 375.000 Kilometer Stillstand und eine Gesamtstaudauer von 230.000 Stunden – Deutschlands Staubilanz für das Jahr 2008 fällt ernüchternd aus. Zeit zu handeln, ist Prof. Dr. Karl-Hans Hartwig überzeugt. Der Direktor des Instituts für Verkehrswissenschaft der Universität Münster lieferte den inhaltlichen Input zum 10. Impulsgespräch der List Gesellschaft e.V. Anfang Dezember in Essen. Im FOM-Hörsaal- und Schulungszentrum in der Herkulesstraße sprach er über „Mobilität fördern – Wege aus dem Stau“.
Hartwigs These: Staus sind volkswirtschaftlich zu teuer. Sie verursachen u.a. Zeit-, Betriebs- und Umweltkosten und müssen daher abgebaut werden, so der Verkehrsexperte. Eine Lösung besteht in seinen Augen darin, Autobahnen und Straßen weiter auszubauen. Wo dies aus wirtschaftlichen oder finanziellen Gründen nicht möglich sei, könne die Nutzung der Straßen verboten oder verteuert werden – etwa durch eine Maut, die abhängig von der Nutzungsintensität der Straße sei. In London und Kalifornien, führte Hartwig zwei Beispiele an, existieren bereits Regelungen, die streckenbezogene Gebühren mit zeitlicher oder auslastungsabhängiger Differenzierung vorsehen.
Hartwigs Vorschläge wurden im Anschluss an den Vortrag lebhaft diskutiert: Prof. Dr. Matthias Klumpp, wissenschaftlicher Direktor des ild Instituts für Logistik- und Dienstleistungsmanagement, moderierte das Gespräch zwischen Referent und Teilnehmern, bevor der Abend bei einem gemeinsamen Imbiss ausklang.