Euro-Rettung in der Kritik: 36. Gespräch der List Gesellschaft e.V.
Kritisch gingen Prof. Dr. Thorsten Polleit und Prof. Dr. Heinz-Dieter Smeets mit dem Euro-Rettungsschirm ins Gericht. Der Chefvolkswirt von Barclays Capital und der Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf waren sich beim 36. Gespräch der List Gesellschaft e.V. am 27. Oktober 2010 in Düsseldorf einig: Der Rettungspakt der EU-Staaten war unnötig.
Einen Grund für diese Einschätzung arbeitete Heinz-Dieter Smeets in seinem Vortrag heraus: Die Gefahren für die Währung, so der Experte, seien vergleichsweise gering gewesen. Jetzt aber müsse man mit möglichen negativen Folgen des Rettungspakts rechnen. Mit der Frage, wie solche Krisen zukünftig vermieden werden können, befasste sich Thorsten Polleit. Seiner Ansicht nach gibt es nur eine Möglichkeit: die Rückkehr zur Golddeckung von Währungen. Im Anschluss an die Vorträge entspann sich eine lebhafte Diskussion unter Leitung von Prof. Dr. Karl-Hans Hartwig, dem Schriftführer der List Gesellschaft.
„Interessante Vorträge, kontroverse Diskussionen und zufriedene Teilnehmern: Das 36. Gespräch der List Gesellschaft war ein Erfolg“, zog Prof. Dr. Michael Göke, stellvertretender Vorsitzender der List Gesellschaft und wissenschaftlicher Studienleiter des FOM Hochschulstudienzentrums Dortmund, nach der Veranstaltung Bilanz.
