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Students Meet Managers: Das Unternehmer-Gen ist entwickelbar

Kann man Unternehmertum lernen oder wird man als Entrepreneur geboren? Diese Frage diskutierten Studierende der FOM Hochschule Ende März 2012 mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft – darunter Professor Dr. rer. pol. Reza Asghari (Stiftungslehrstuhl für Unternehmensgründung und Entrepreneurship TU Braunschweig/Ostfalia Wolfenbüttel), Dr. Dieter Porschen (Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein, Krefeld) und Dr. jur. Detlef Frormann, (Geschäftsführer Creditreform Düsseldorf). Veranstalter war der Freundeskreis der FOM Hochschule.

In einem war sich die Expertenrunde einig: Unternehmermentalität – so der Tenor – ist in Deutschland Mangelware. „Ein Entrepreneur braucht einen fachlichen Schwerpunkt, BWL-Kenntnisse, Soft Skills und vor allem die Bereitschaft, unternehmerisch tätig sein zu wollen“, hob Dieter Porschen hervor. Und dieses Unternehmer-Gen sei bis zu einem gewissen Grade entwickelbar. Auch Reza Asghari betonte: „Wir können in unserer Gesellschaft viel mehr Menschen gewinnen, Entrepreneure zu werden. Dafür müssen allerdings institutionelle Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Risikobereitschaft und Eigenverantwortung fördern bzw. ermöglichen.“

Detlef Frormann sah hier auch die Hochschulen in der Pflicht: „Unsere Universitäten sollten Systeme entwickeln, die unseren Studierenden eine gute Ausbildung ermöglichen und ihnen bei der Einschätzung helfen, ob sie das Zeug zum Entrepreneur haben.“ Die TU Braunschweig und die Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel haben mit dem Stiftungslehrstuhl für Unternehmensgründung und Entrepreneurship einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternommen, so Asghari. Und auch die FOM Hochschule könne diesen Weg einschlagen – schließlich sei das Potenzial ihrer engagierten und fachlich gut ausgebildeten Studierenden groß.