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Gesundheitspolitischer Rück- und Ausblick: Die Staatssekretärin zu Gast bei der FOM
Die FOM Berlin hat ihre Vortragsreihe zum „Zukunftsorientierten Gesundheitsmanagement“ fortgesetzt: Ulrike Flach (Foto), Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, sprach über das „Nahtlose Ineinandergreifen von Reformen am Beispiel der aktuellen Gesetzgebung der Bundesregierung“ und gab Einblicke in die Arbeit der gesetzgebenden Organe.
Die Gesundheitspolitik bewegt sich auf einem schmalen Grat, so Flach. Auf der einen Seite wolle sie ein stabiles Gesundheitssystem, das keine Leistungseinschränkungen erfahren solle. Auf der anderen Seite müsse sie dieses System finanziell so stabilisieren, dass die vorhandenen Arbeitsplätze gesichert seien. Schließlich erwirtschafte die Gesundheitsbranche mit 4,7 Millionen Beschäftigten 11,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes, betonte die Staatssekretärin.
Flach erläuterte darüber hinaus die Hintergründe und Auswirkungen diverser Reformen und Gesetze der vergangenen Jahre – angefangen beim Kostendämpfungs- über das GKV-Finanzierungs- bis zum Versorgungsstrukturgesetz. Außerdem warf sie einen Blick in die Zukunft und ging auf anstehende Reformprojekte ein.
In der anschließenden Diskussionsrunde setzten sich Referentin und Teilnehmer u.a. mit der zukünftigen Belastung der Erwerbstätigen, möglichen Kontrollmechanismen für gesetzliche Krankenkassen sowie Anreizsystemen für die Pflegeberufe auseinander. Flachs Resümee: „Über alle politischen Grenzen hinweg sind wir uns einig, dass im wichtigen Bereich der Gesundheitswirtschaft eine große Abhängigkeit von einigen wenigen Experten besteht. Insofern ist es umso erfreulicher, dass mit der Einführung des Bachelor-Studienganges Gesundheits- und Sozialmanagement an der FOM neue Fachexperten für die Zukunft ausgebildet werden.“

