Aktuell

FOM Logistik-Studierende organisieren Hilfstransport nach Tschernobyl

Nach langer Planung und viel Arbeit ist es soweit: Der Hilfstransport nach Tschernobyl, den Logistik-Studierende der FOM Hochschule in Duisburg mit dem Kirchenkreis Rotenburg organisiert haben, ist auf den Weg. Heute startete der LKW mit Sachspenden im Wert von 14.800 € nach Rogatschow in Weißrussland. Neben Hilfsgütern wie Waschmittel, Saftpaletten und Krankenhausbetten bringt er auch fast 60 persönliche Pakete der Studierenden in die verstrahlte Region.

„Der Kirchenkreis hat uns für diese speziellen Pakete Familien vor Ort vermittelt. Er organisiert seit langem Hilfstransporte nach Tschernobyl und weiß daher, wer was braucht“, erklärt FOM Prof. Matthias Klumpp, der das Projekt in seinem Master-Seminar initiiert hat. Jedes der Pakete sei individuell auf die Empfänger zugeschnitten. Eine Familie mit einem bettlägerigem Vater und zwei kleinen Kindern erhält beispielsweise Bettwäsche, Lebensmittel und Kleidung in ihren Größen. Barbara Koll vom Kirchenkreis Rotenburg freut sich sehr über den Transport und das Engagement der FOM-Studierenden: „Für die Menschen in dem verstrahlten Gebiet sind gerade diese persönlichen Pakete eine riesige seelische Unterstützung. Auch dass Studenten hier an sie denken, hilft ihnen sehr.“

Für die Teilnehmer des Logistik-Projektes hat sich die viele Arbeit in mehr als einer Hinsicht gelohnt: „Wir alle haben sehr viel über die Herangehensweise an ein logistisches Projekt gelernt, mehr als in einem einfachen Seminar“, sagt Projektmitglied Lars Albrecht. „Erst jetzt können wir wirklich beurteilen wie komplex so ein Hilfstransport ist; mit Spendersuche, Zoll und anderen Schwierigkeiten.“ Und natürlich sei es für die Studierenden eine schöne Erfahrung, hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen. „Wir sind sehr froh, dass wir etwas erreichen konnten und danken allen, die uns unterstützt haben.“