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Crowdsourcing in der Entwicklungshilfe: Dozent der FOM Hochschule Dortmund forscht im Auftrag der Weltbank

Kann Crowdsourcing Jobs im Westjordanland und im Gazastreifen schaffen und dadurch die Armut junger Palästinenser mindern? Dieser Frage geht Dr. Alexander Linden, Dozent der FOM Hochschule Dortmund, im Auftrag der Weltbank nach. Der Experte für Informationstechnologie führt eine makro-ökonomische Machbarkeits-Studie zum Thema Mikroarbeit durch.

„Mikroarbeit bedeutet, dass Unternehmen einfache Arbeiten auslagern und via Internet erledigen lassen“, erläutert Linden. „Dabei kann es sich zum Beispiel um kleine Übersetzungsaufträge oder das Verschlagworten von Bildern handeln.“ Die Vorteile der Mikroarbeit liegen auf der Hand: Sie bietet Geringqualifizierten eine digitale und dadurch zeitlich flexible Einnahmequelle.

Ob dieses Konzept auch im Westjordanland und im Gazastreifen aufgeht, untersucht Alexander Linden gemeinsam mit Spezialisten der Weltbank sowie lokalen und internationalen Beratern. „Wir nehmen die rechtlichen, politischen, kulturellen und strukturellen Rahmenbedingungen für Crowdsourcing unter die Lupe – auch vor Ort“, so der Dozent der FOM Hochschule. „Die Weltbank möchte wissen, ob das Thema ökonomisch bzw. sozial relevant ist, mit welchen Kosten zu rechnen ist und wo sonstige Vor- und Nachteile liegen. Auch eine erste Strategie zur Einführung von Crowdsourcing steht auf unserer To-do-Liste.“ Erste Ergebnisse sollen im Juni 2012 vorliegen.