Aktuell
"USA – das Land der begrenzten Möglichkeiten?" lautet das Thema des sechsten wirtschaftspolitischen Salons der "FOM Hochschule für Oekonomie & Management" am 16. November in Berlin. Denn die Wirtschaftskrise macht auch vor einer Supermacht wie den USA nicht halt. Gastreferent Dr. Tim Stuchtey, geschäftsführender Direktor des Brandenburgischen Instituts für Gesellschaft und Sicherheit, präsentiert in seinem Vortrag Lösungsansätze, die im beginnenden US-Wahlkampf diskutiert werden. Er analysiert die Ursachen der Schuldenlast und erläutert, welche Folgen die anstehenden Entwicklungen für Europa und insbesondere Deutschland haben.
Seine These: Die internationalen Finanzmärkte verlieren den Glauben in die USA. Sie vergleichen das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" mit hochverschuldeten Euro-Mitgliedsstaaten wie Griechenland und blicken gen Osten, wo mit China eine Volkswirtschaft heranwächst, die die amerikanische Stellung als globale Supermacht zusätzlich gefährdet. Mit einer Staatsverschuldung von etwa 15 Billionen US-Dollar droht die baldige Zahlungsunfähigkeit. Die Rating-Agentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit des Landes bereits heruntergestuft. Zwar haben die USA Sparmaßnahmen angekündigt, deren Umsetzung ist allerdings langfristig und umstritten.
Der Wirtschaftspolitische Salon der FOM findet am 16. November 2011 um 18 Uhr im Münzsalon (Münzstraße 23, 10178 Berlin) statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt Katja Brock unter 030 318623-12 oder katja.brock@fom.de gerne entgegen.
