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Von Qualifizierungsanforderungen und Burnout: Zwei Mal „Zukunftsorientiertes Gesundheitsmanagement“ an der FOM Berlin
Die FOM Berlin setzt ihre Reihe „Zukunftsorientiertes Gesundheitsmanagement“ fort: Anfang November war Professor Dr. Peter Rudolph, Vorstand der EUMEDIAS Heilberufe AG und Professor für Gesundheitsmanagement an der Hochschule Magdeburg-Stendal, zu Gast. Mitte Dezember sprach Professor Dr. Ulrich Pawlak, Diplom-Psychologe und Professor für Personalwirtschaft und Organisation, am Hochschulstudienzentrum.
Rudolph wagte einen Blick in die Zukunft des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Seine These: Aufgabe des Unternehmens sei es, Konzepte zur gesundheitsfördernden Personal- und Organisationsentwicklung umzusetzen. Zum einen, um zum Wohlergehen ihrer Mitarbeiter beizutragen, zum anderen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Daher sei es u.a. notwendig, die Qualifikationsanforderungen an Fach- und Führungskräfte zu überdenken und um weiche Faktoren wie Verantwortungsbewusstsein, physische und psychische Gesundheit zu erweitern.
Diese Forderung unterstrich auch Ulrich Pawlak: Er setzte sich in seinem Vortrag mit dem – oft unterschätzten – Krankheitsbild Burnout auseinander. „Burnout ist kein Erschöpfungszustand, der sich durch einen netten Kurzurlaub bereinigen lässt“, betonte er. Vielmehr verursache das Phänomen durch direkte Krankheitskosten, Erwerbsunfähigkeit und Fehlzeiten einen volkswirtschaftlichen Schaden, der 2009 bei 22 Milliarden Euro lag. Um dem Burnout vorzubeugen, seien auch Unternehmen gefragt, hob Pawlak hervor. Denn neben einem intaktem Privatleben und gesundheitlicher Fitness sei insbesondere die adäquate Gestaltung der Arbeitsplatzfaktoren wesentlicher Bestandteil der Burnout-Prävention, so Pawlak.
