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Straßburger Gespräch zum Euro: Professor Dr. Mann zu Gast bei den Jungen Europäern
Rund 70 „Junge Europäer" von beiden Seiten des Rheins trafen sich Ende November zu den 23. deutsch-französischen Gesprächen in Straßburg. Im Zentrum des Wochenendseminars stand das Thema Euro. Zu den Referenten zählte neben dem früheren französischen Staatspräsidenten Valèry Giscard D‘Estaing auch der FOM-Experte Professor Dr. Gerald Mann.
Der gegenüber den Euro-Rettungspaketen kritische Ökonom betonte in seinem Vortrag, dass „ein Schuldenproblem nicht durch noch mehr Schulden zu lösen" sei. Schließlich habe die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Südländer zu ihren Schuldenproblemen geführt. Diese Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen sei nur durch eine deutliche Abwertung, nicht aber bei Verbleib im Euroraum zu erreichen, erklärte Mann.
Der Experte hielt fest: „Werden verfrühte oder verfehlte Integrationsschritte wie beim Euro unternommen, schadet dies der an sich guten Ursprungsidee der Europäischen Einigung. Ein krampfhaftes Festhalten an der gegenwärtigen Zusammensetzung der Eurozone ist daher kontraproduktiv."

