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Interview mit FOM-Kanzler Dr. Harald Beschorner: „Karriereturbo mit Studium zünden“

In den Hörsälen der Republik ist es eng geworden. Nie zuvor gab es so viele Studienanfänger – rund 500.000 junge Leute haben sich jetzt zum Semesterstart für eine akademische Laufbahn entschieden. Unter ihnen immer mehr, die an privaten Einrichtungen lernen. Allen voran die FOM Hochschule für Oekonomie & Management erfreut sich wachsender Nachfrage. Im Interview spricht FOM-Kanzler Dr. Harald Beschorner über den Bildungsstandort Deutschland, das berufsbegleitende Studium und die Stärken der FOM.

Warum entscheiden sich plötzlich so viele junge Menschen für ein Studium?

Dr. Beschorner: Der Trend zur höheren Akademisierung unserer Gesellschaft kommt nicht überraschend. Es gibt ganz allgemein eine stärkere Neigung zum Studium. Die betriebliche Ausbildung ist bei Abiturienten weniger gefragt. Ein weiterer Faktor sind die doppelten Abiturjahrgänge. Und natürlich kommt es durch die Aussetzung der Wehrpflicht zu einer besonderen Situation.

Die Zahlen steigen seit Jahren kontinuierlich.

Dr. Beschorner: Ja, inzwischen studieren knapp 50 Prozent eines Jahrgangs, vor zehn Jahren waren es erst 36 Prozent. Im internationalen Vergleich hinken wir aber immer noch hinterher. In Australien, Polen und Portugal beträgt die Studienanfängerquote 80 Prozent und mehr.

Es gibt 2,2 Millionen Studenten in Deutschland. Nur rund vier Prozent werden an privaten Hochschulen ausgebildet.

Dr. Beschorner: Dieser Anteil wächst seit einigen Jahren kräftig. Und damit sind nicht die wenigen Eliten-Unis gemeint. Private Hochschulen bilden laut Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft inzwischen in der Breite aus. Sie sind frei zugänglich und besetzen Felder, die von öffentlichen Hochschulen kaum berücksichtigt werden. Fast jeder zweite berufsbegleitende Bachelor-Studiengang wird beispielsweise von Privaten angeboten. Nur jeder siebente ist an Universitäten angesiedelt.

Welche Rolle spielt das berufsbegleitende Studium?

Dr. Beschorner: Das gewinnt erheblich an Bedeutung. Wer im Job den Karriereturbo zünden will, kommt ohne Hochschulabschluss nicht weit. Das erkennen Arbeitnehmer ohne akademischen Titel immer deutlicher, weshalb auch sie sich mehr und mehr auf die Vorlesungsbank setzen. Und auch für Unternehmen ist das Studium neben dem Beruf Trend. Sie schicken ihre Mitarbeiter in Vorlesungen, um den eigenen Führungsnachwuchs zu halten und auf Managementaufgaben vorzubereiten.

Wieso macht ein Studium an der FOM besonders viel Sinn?

Dr. Beschorner: Die FOM ist eine Hochschule der Wirtschaft mit ausgezeichneten Kontakten zu großen Unternehmen und mittelständischen Betrieben in ganz Deutschland. Unser praxisnahes Studium ist auf Berufstätige zugeschnitten. Statt alleine am Schreibtisch lernen unsere Studierenden abends und am Wochenende gemeinsam vor Ort. Das macht Spaß und fördert die Team-Arbeit. Als größte private Hochschule kann die FOM eine ausgezeichnete Erfahrung in der Lehre vorweisen. Bachelor-Abschlüsse bieten wir schon seit zehn Jahren an.

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