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Aller guten Dinge sind zehn

- Die Professoren Keim (l.) und Heupel über Lehre und Forschung an der FOM.
Er ist da, der zehnte Forschungsbericht! Mit ganz viel Inhalt: Auf 200 Seiten berichtet die FOM von 250 durchgeführten Veranstaltungen und 400 Veröffentlichungen. Die Hochschule für Oekonomie & Management legte in diesem Jahr bei ihren Forschungsaktivitäten deutlich zu und will diese neben der Lehre kräftig weiterentwickeln. Im Interview betonen die Professoren Dr. Thomas Heupel (Prorektor für Forschung) und Dr. Ralf Keim (Prorektor für Lehre) das gelebte Zusammenspiel zwischen ihren beiden Bereichen.
Der aktuelle Forschungsbericht hat deutlich an Volumen zugelegt.
Professor Heupel: Ja, er belegt, dass die FOM mit einem größeren Drittmittelbudget, mehr Publikationen und neuen Instituten erfolgreich ist. Das würdigt sogar der Stifterverband. Er sagt: „Relevante Drittmittel werden nur von wenigen privaten Hochschulen eingeworben. Im Bundesvergleich erzielten nur neun Hochschulen 86 Prozent aller Drittmittel – darunter die FOM.“ Und Drittmittel sind nun mal eine Recheneinheit für die Qualität der Forschung. Für 2012 konnten wir uns bereits Fördergelder in Höhe von 1,6 Millionen Euro sichern.
Weshalb gewinnt die Forschung plötzlich an Fahrt?
Professor Heupel: Es macht sich bemerkbar, dass wir in den vergangenen Jahren zahlreiche starke Forscher in der Professorenschaft hinzu gewinnen konnten, die durch Projekte, Publikationen und Vorträge auf wissenschaftlichen Veranstaltungen profilbildend für unsere Hochschule aktiv sind. Diese Wissenschaftler werden durch die Abteilung Forschung und Transferprojekte unterstützt. So können sie sich optimal den wissenschaftlichen Fragestellungen zuwenden.
Professor Keim: Natürlich hat das Mehr an Forschung auch mit dem generellen Wachstum unserer Hochschule zu tun: Steigende Studierendenzahlen führen dazu, dass immer mehr Professoren an der FOM arbeiten. Nach und nach werden so auch neue Themengebiete erschlossen. Zunächst war die FOM auf wenige Forschungsfelder ausgerichtet, mittlerweile zählen auch namenhafte Experten für Personalwirtschaft, Logistik, Finanzmanagement, Statistik, Wirtschaftsethik und Wirtschaftsinformatik zu uns.
Auch die Zahl der wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen hat zugenommen, sagt der Forschungsbericht.
Professor Heupel: Zur FOM gehören inzwischen vier Institute und drei sogenannte KompetenzCentren. Diese Einrichtungen schärfen unser Profil und binden Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung in ihre Arbeit ein. Damit gelingt uns, wissenschaftliche Erkenntnisse ohne Umwege auf die Unternehmenspraxis zu übertragen.
Wie profitieren die Studierenden von der stärkeren Rolle der Forschung?
Professor Keim: Nur wenn sich Forschung und Lehre Hand in Hand entwickeln, kann eine Hochschule einen Beitrag zum Dialog in der Wissenschaft leisten. Die FOM wird vor dem Hintergrund eines ausgewiesenen Forschungsprofils zugleich als Lehrinstitution mit Facettenreichtum und angemessener fachlicher Tiefe wahrgenommen.
Professor Heupel: Im Vergleich zu anderen Hochschulen sind wir mit unserer Forschung ganz nah dran an unseren Studierenden. Wir kochen nicht unser eigenes Süppchen. Es geht uns um einen Wissenstransfer in die Lehre.
Können Sie für diese Verzahnung zwischen Forschung und Lehre konkrete Beispiele nennen?
Professor Keim: Wir erforschen aktuell die Lern- und Leistungsfähigkeit von Studierenden, die Vorlesungen abends besuchen. Mit den Ergebnissen können wir die Studienzeitmodelle der FOM weiter optimieren. Darüber hinaus binden wir die Studierenden, vor allem im Master-Bereich, in aktuelle Forschungsprojekte ein. Sie führen zum Beispiel im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten Fallstudien durch, beteiligen sich an Umfragen und entwickeln eigene Konzepte und Modelle. Somit fließen die Erkenntnisse aus unseren Forschungsaktivitäten direkt in die Lehrveranstaltungen ein, indem beispielsweise empirische Ergebnisse mit den Studierenden diskutiert werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Forschungs-Seite der FOM, dort steht auch der komplette Forschungsbericht (PDF-Datei, 33 MB) zum Download bereit.
