Kommunikatives Kochrezept: FOM-Alumni erhielten Einblicke in die Pressearbeit rund um das Still-Leben auf der A40
„Auf der gesperrten A40 spazieren gehen“ gehört zu den 50 Dingen, die ein Nordrhein-Westfale in seinem Leben getan haben muss. Findet der Westdeutsche Rundfunk. Und findet Marc Oliver Hänig. Der Pressesprecher der RUHR 2010 GmbH zeichnete verantwortlich für die Pressearbeit rund um die Aktion Still-Leben auf der A40. Ende November 2010 gewährte er im FOM Hochschulstudienzentrum Essen Einblicke in seine Arbeit.
Hänig war der Einladung des FOM-Alumni-Netzwerkes und der Junioren der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG) gefolgt – vertreten durch Prof. Dr. Stefan Heinmann (FOM) und Udo Seidel (Vorsitzender der DPRG-Landesgruppe NRW). Beide Kommunikationsexperten waren ebenso gespannt auf Hänigs kommunikatives „Kochrezept“ wie die zahlreichen Alumni und Studierenden der FOM. Schließlich hat die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einen großen Beitrag dazu geleistet, dass sich am 18. Juli rund drei Millionen Menschen auf dem 60 Kilometer langen Autobahnabschnitt zwischen Dortmund und Duisburg tummelten.
„Unsere Aufgabe war angelegt und geplant wie eine Diplomarbeit“, verriet Hänig seinen Zuhörern, „denn wir mussten das Interesse an der Aktion über einen langen Zeitraum am Leben erhalten – von der ersten Vergabe der Tische bis zum eigentlichen Event.“ Für große Aufmerksamkeit sorgten beispielsweise die beiden Generalproben in der Messe Essen und auf einem Stück der A40 bei Grevenbroich: Beide Male spielten freiwillige Helfer den Aufbau der Tische durch – medienwirksam mit Stoppuhren bewaffnet. Auch die Vergabe der Tische selbst löste ein Medienecho aus: Wer mit seinem Chor, seinem Sportverein, seiner Familie oder seinen Nachbarn an der längsten Tafel der Welt Platz nehmen wollte, musste sich im Internet bewerben. „Es entwickelte sich eine Community, in der sich die einzelnen Gruppen selbst vorgestellt und untereinander vernetzt haben“, berichtete Hänig. „Aus dieser Masse haben wir uns die interessantesten Kandidaten herausgepickt und der Presse vorgestellt.“ Die Folge: Das Still-Leben war regelmäßig in den Medien präsent.
Am Veranstaltungstag selbst stand den über 500 akkreditierten Journalisten ein Pressezentrum direkt an der A40 zur Verfügung. „Wir haben ein ehemaliges Autohaus für unsere Zwecke umfunktioniert – eine ideale Kulisse für dieses Event“, so Hänig. „Die Journalisten hatten eigene Arbeitsplätze, konnten sich Fahrräder ausleihen oder vom Höhenkran aus Fotos vom Treiben auf dem Asphalt schießen.“ Dass sich dieser Aufwand gelohnt hat, belegen nicht nur die Besucherzahlen: 16.000 Veröffentlichungen in Print, TV und Hörfunk, davon 225 Stunden Fernsehberichte, die u.a. im russischen und chinesischen Staatsfernsehen liefen, sprechen für sich. Trotzdem: Als in der auf seinen Vortrag folgenden Diskussionsrunde die Frage nach einer Wiederholung aufkommt, zeigt sich der Pressesprecher reserviert: „Der Tag war einfach perfekt“, bilanziert er, „diese Magie schaffen wir kein zweites Mal.“
Weitere Fotos zur Veranstaltung finden Sie übrigens auf unserer Facebook-Seite.
