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Hochschultagung zu alternativen Studienformen fand großes Interesse

Über die hochschulpolitischen Rahmenvorgaben für die Weiterentwicklung des Studienangebotes sprach Dr. Waltraud Kreutz-Gers (rechts im Bild), Abteilungsleiterin im MIWFT-Ministerium NRW.

 

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25.04.2008 - Studien belegen: Deutschland hat im internationalen Vergleich zu wenig hochqualifizierte Arbeitnehmer. „Unter anderem mit alternativen Studienformen, wie beispielsweise dem berufsbegleitenden Studium, kann dieses Problem behoben werden“, sagt Dr. Matthias Klumpp, Professor an der FOM. Die wissenschaftliche Tagung „Hochschulpolitik und Hochschulmanagement 2008“ an der FOM Essen hat sich nun mit dieser Thematik befasst. Rund 70 Hochschul- und Unternehmensvertreter informierten sich über alternative Konzepte in der Hochschullehre. Klumpp zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Wir haben Vertreter von Politik, Unternehmen und Hochschulen an einen Tisch gebracht, um sich auszutauschen. Nur im Dialog kann geklärt werden, was Unternehmen benötigen und was Hochschulen leisten sollten.“

 

„Im Bezug auf alternative Studienformen hat Deutschland großen Nachholbedarf“, betont Professor Klumpp, der kürzlich zu diesem Thema eine Studie veröffentlichte. Im internationalen Vergleich belegt die Bundesrepublik im Einsatz neuer Studienformen einen hinteren Platz. Während etwa in Australien knapp 42 Prozent der Studierenden eine andere Studienform als das klassische Vollzeitstudium belegen, sind es in Deutschland nur 17,3 Prozent der Studierenden. „Das Konzept des einmaligen, zeitlich begrenzten Vollzeitstudiums genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr“, so das Ergebnis der Studie. „Die lebenslangen Lernprozesse erfordern eine Ausdifferenzierung der Studienformen bzw. eine Ausweitung der alternativen Studienmöglichkeiten.“

 

Als Alternativen kommen neben dem Fern- bzw. Online-Studium, das Teilzeit- und das berufsbegleitende Studium in Frage. „Wir müssen möglichst vielen Menschen die Chance geben, zu studieren“, so Professor Klumpp. Dass dafür eine größere Angebotsvielfalt nötig ist, ist auch dem Land NRW bewusst. „Hier kommt gerade privaten Hochschulen, wie der FOM, eine bedeutende Rolle zu“, betonte Dr. Waltraud Kreutz-Gers vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW auf der Tagung. „Für staatliche Hochschulen ist die Bewältigung der Aufgabe, andere Studienformen als das Vollzeitstudium einzuführen, eine zu große Herausforderung.“

 

Aus Unternehmenssicht betonte Annette K. Nimzik, Personalentwicklung RWE AG, die Bedeutung berufs- und ausbildungsbegleitender Studiengänge. Die RWE AG kooperiert auf diesem Feld mit vielen Hochschulen. Nimzik: „So werden unsere Mitarbeiter neben ihrem Job punktgenau weiterqualifiziert und damit als wichtige Leistungsträgern an das Unternehmen gebunden.“

 

Gleichzeitig wurde auf der Tagung auch ein weiteres Studienergebnis des Forschungsschwerpunkts Bildung der FOM vorgestellt: Danach verfügen Führungskräfte mit einer Doppelqualifikation im berufsbildenden und akademischen Bereich nach dem Messkonzept der Berufswertigkeit über die höchsten praxisbezogenen Kompetenzen. Dieses Ergebnis bestätigt das gesamte Engagement der FOM im berufsbegleitenden Studium und wird weiterer Antrieb für die Forschungsaktivitäten in diesem Bereich sein. „Der Forschungsbedarf beispielsweise zu den zunehmend genutzten nationalen und internationalen Franchise-Modellen in der Hochschullehre ist sehr hoch und wird auch in Zukunft interessante Ergebnisse für die öffentliche Diskussion liefern“, ist sich Professor Klumpp von der FOM sicher.

 

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