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Dritter, Stuttgarter FOM-Jahrgang startet mit 120 Erstsemestern
15.09.2008 - Wachstumsbremse Fachkräftemangel: Fast 50 000 Ingenieurstellen konnten die Betriebe allein in 2007 nicht besetzen. "Zukünftig müssen deshalb insbesondere die zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte bzw. die Erwerbsbeteiligung in den Mittelpunkt gestellt werden", fordert Dipl.-Vw. Wolfgang Wolf in seiner Rede zur feierlichen Semestereröffnung des dritten FOM-Jahrgangs in Stuttgart Anfang September im Konferenzraum des Studienzentrums. Kurz gesagt, die deutsche Innovationskraft hänge entscheidend von der beruflichen Qualifikation der hier lebenden Menschen ab. Ihren Beitrag - nicht nur zur Sicherung ihrer eigenen Karriere, sondern auch zur Steigerung der Innovationskraft - leisten die 120 Erstsemester ganz gewiss: Sie haben sich für ein Studium neben dem Beruf an der FOM Stuttgart entschieden und besuchen von nun an sieben Semester lang die Vorlesungen im Studienzentrum an der Rotebühlstraße.
"Qualifizierte Ausbildung sichert unsere Zukunftsfähigkeit im internationalen Wettbewerb“, lautete das Vortragsthema des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds des Landesverbandes der Baden-Württembergischen Industrie e.V. Wolfgang Wolf. In Sachen Innovationspotenzial, der Basis für technologischen Fortschritt, verfüge Baden-Württemberg über eine herausragende Stellung: "Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Jahr 2005 auf 13,7 Mrd. Euro, die Ausgabenintensität in diesem Bereich liegt damit bei 4,2 Porzent, so Wolf. Dadurch erreiche Baden-Württemberg im Bereich Forschung und Entwicklung des Innovationsindikators sogar den Spitzenplatz, u.a. mit 120 Patenten je 100.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 59). Die hervorragende Position basiert auf verschiedenen Faktoren: Die Forschungsausgaben im Verhältnis zur gesamtwirtschaftlichen Leistung und der Anteil der Forscher und Entwickler sowie der Menschen mit einem naturwissenschaftlich-technischen Abschluss an den Erwerbstätigen sind in Baden-Württemberg im internationalen Vergleich hoch.
Jedoch dürfe niemand dem Gedanken „Fachkräftemangel – mein Arbeitsplatz ist sicher auch ohne Qualifizierung oder Weiterbildung“ erliegen, denn durch die Internationalisierung gäbe es mittlerweile einen weltweiten Arbeitsmarkt. Wolf weiter: "Schwellenländer verfügen – in Spezialbranchen – über eine Vielzahl von hochqualifizierten Menschen; betrachte man allein Indien, China, Brasilien oder die osteuropäischen Länder." Für die Unternehmen zähle daher eine langfristige und ganzheitliche Perspektive, denn qualifizierte Menschen seien überall rar oder werden es in naher Zukunft sein. Dadurch steige der Preis für die Arbeit, und bei unternehmerischen Standortentscheidungen werden Faktoren wie Infrastruktur, Stabilität, politische Rahmenbedingen etc. ausschlaggebend sein. Wolf: "Aber wichtiger den je ist die Qualifizierung jedes Einzelnen, um die Innovationsfähigkeit zu erhalten und sich gegenüber den internationalen Wettbewerbern durchzusetzen."

Hoch hinaus wollen die 120 Erstsemester der FOM Stuttgart, die kürzlich feierlich im Studienzentrum begrüßt wurden.
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