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FOM unterstützt Unternehmen beim Kontaktaufbau nach China
22.10.2007 - Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen - eine Erfolgsgeschichte: Seit 2002 ist China nach den USA der zweitwichtigste deutsche Exportmarkt außerhalb Europas geworden, noch vor Japan. Deutschland ist mit Abstand Chinas größter europäischer Handelspartner. Viele Unternehmen planen derzeit, ihre Geschäftsbeziehungen ins Reich der Mitte auszudehnen. Als starker Partner hat sich dabei die bundesweit tätige Fachhochschule für Oekonomie & Management (FOM) aus Essen erwiesen: Sie bildet seit vier Jahren chinesische Nachwuchsführungskräfte für den deutsch-chinesischen Markt aus. Erst kürzlich haben wieder rund 100 junge Chinesen ihren Abschluss „Diplom-Kaufmann (FH)“ am Essener Standort erworben. Im September kamen 300 neue Studierende in die Ruhrmetropole, um ihr Hauptstudium zu absolvieren.
Unternehmen, die bereits in China aktiv sind oder noch Geschäftskontakte aufbauen wollen, bietet die FOM verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung: Die Essener Hochschule vermittelt bundesweit chinesische Nachwuchsführungskräfte für den Einsatz in Deutschland oder in ihrem Heimatland. Die Chinesen sprechen beide Sprachen und kennen nicht nur die chinesische Kultur, sondern haben während ihres einjährigen Studienaufenthaltes in Deutschland auch das hiesige Umfeld kennengelernt. Gerne hilft die FOM Unternehmen, chinesische Praktikanten für den Einsatz in Deutschland oder China zu finden.
Eine Firma, die die Kontakte der FOM erfolgreich genutzt hat, ist das Handelsunternehmen Schrauben und Draht Union GmbH & Co. KG aus Bochum: „Um unsere Beziehungen mit China zu verbessern, haben wir uns auf die Suche nach einem chinesischen Mitarbeiter gemacht, der unser Wirtschaftsdenken kennengelernt hat und unsere Sprache sehr gut spricht“, sagt Markus Ramhorst, Prokurist. Mit Hilfe der Hochschule konnte das Bochumer Unternehmen einen jungen Chinesen aus dem Studienprogramm der FOM einstellen, der demnächst in seinem Heimatland eine Dependance der Schrauben und Draht Union aufbaut.
Zusätzlich bietet die FOM die Möglichkeit, unverbindlich interessante persönliche Kontakte ins Reich der Mitte aufzubauen. Interessenten können dabei "Patenschaften" für die chinesischen Studierenden der Hochschule übernehmen. In dem Patenprogramm geht es vornehmlich um gesellschaftliche Kontakte und formlosen kulturellen Austausch, von dem sowohl Pate als auch "Patenkind" profitieren sollen. In September 2007 kommen wieder über 250 junge Chinesen nach Essen.
Seit 2003 bietet die Essener Hochschule an zwei chinesischen Standorten den deutschsprachigen Studiengang zum Diplom-Kaufmann (FH) an. Das erste FOM-Studienzentrum liegt in Taiyuan bei Peking und ist ein Kooperationsprojekt mit der Shanxi University of Finance & Economics. Das zweite Studienzentrum nahm im September 2004 in Taian (Provinz Shandong) seinen Betrieb auf. Die chinesischen Studierenden erhalten nach vier Jahren einen Doppelabschluss, der ein deutsches Diplom nach FOM-Standards und einen Bachelor-Abschluss nach chinesischen Richtlinien beinhaltet und sie auf Managementaufgaben in international agierenden Unternehmen vorbereitet. Nach dem Grundstudium besteht für die Chinesen die Möglichkeit, ihre akademische Ausbildung in einem Studienzentrum der FOM in Deutschland fortzusetzen. Die Diplomarbeit wird in Deutschland angefertigt und abgegeben. Das Kolloquium findet anschließend in China in der chinesischen Kooperationsuniversität statt.
