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Essener Mediziner sprach über die gesundheitliche Belastung von Managern
02.04.2007 - Deutsche Manager sind viel beschäftigt. Laut einer aktuellen FOM-Studie arbeiten die Führungskräfte im Schnitt 52 Stunden in der Woche. Wie sie der hohen Arbeitsbelastung und dem ständigen Zeitdruck Stand halten können, dazu referierte kürzlich Dr. med. Arne Boekstegers aus Essen, Fachmann für Präventivmedizin, vor über 60 Managementstudierenden der FOM. Aufgrund des großen Interesses plant die Hochschule das Thema "Karriere und Gesundheit" künftig zum festen Bestandteil des Lehrplans.
Ein Fitnessprogramm mit konsequentem Ausdauersport - fünf Mal in der Woche je 50 Minuten, rät der Gesundheitsexperte. "Eine hohe Latte, die aber übersprungen werden muss." Nur so blieben Vielbeschäftigte fit. "Sie müssen konsequent auf ihre Gesundheit achten." Wer gar Gefahr laufe, vom Burnout-Syndrom erfasst zu werden, müsse umgehend reagieren und sich in ärztliche Behandlung begeben. Boekstegers: "Frühsignale zu erkennen ist der erste Schritt." Der Essener Arzt betreut seit über zehn Jahren Manager in Gesundheitsfragen und gibt nun seine Erfahrungen an der Essener Wirtschaftshochschule weiter.
Klar, dass auch Gewicht und gesunde Ernährung eine Rolle spielen beim Umgang mit Stress und psychischem Druck. Regelmäßige Gesundheitschecks können da Sicherheit bringen. Gleichzeitig betonte der Mediziner, dass nicht jeder, der auf der Karriereleiter ganz oben steht und überdurchschnittlich viel arbeitet, zwangsläufig auch erkranken muss. Aktuelle Ergebnisse zeigten, so Dr. Boekstegers, "den klassischen Manager-Tod erleidet viel häufiger der Arbeiter am Fließband, weil er fremdbestimmt ist". Wer höhere Positionen im Beruf einnimmt, lerne zu delegieren und oft aus der zweiten Reihe zu agieren.

Der Essener Mediziner Dr. med. Arne Boekstegers (Foto) informierte den Führungsnachwuchs der FOM über die Bedeutung von gesundheitlichen Präventivmaßnahmen und Fitness.
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