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Junge Berufstätige blicken optimistisch in die Zukunft
06.12.2006 - Junge Berufstätige in Deutschland schätzen die allgemeine konjunkturelle und politische Lage positiv ein und blicken optimistisch in die Zukunft. Mit ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation sind sie mehrheitlich zufrieden. Das sind u.a. Ergebnisse der traditionellen Weihnachtsumfrage der FOM. Die private Hochschule befragte mehr als 1100 junge Berufstätige im Alter zwischen 18 und 30 Jahren an elf ihrer Studienzentren.
Lediglich 14 Prozent der Befragten beurteilten die derzeitige Wirtschaftssituation als "schlecht" bzw. "sehr schlecht". Knapp die Hälfte stuften sie als "gut" ein. Beim Blick in die Zukunft erwarten knapp über die Hälfte der jungen Berufstätigen für das kommende Jahr eine Besserung. Der allgemeine Optimismus wird auch beim Blick auf die Politik deutlich: 89 Prozent sind zufrieden mit der Position, die Deutschland in der internationalen Politik innehat. Kritisch wird dagegen die aktuelle Beschäftigungssituation gesehen: 66 Prozent beurteilten sie mit "schlecht" oder "sehr schlecht". Auch für 2007 rechnen nur rund die Hälfte der Befragten mit einer Besserung auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
Bei der Bewertung der eigenen privaten Verhältnisse sieht die überwiegende Mehrheit keinen Grund zur Klage: 78 Prozent der Befragten sind mit ihrer Einkommenssituation zufrieden, die meisten rechnen für 2007 sogar mit einer Verbesserung ihrer Einkünfte. Die eigene Arbeitsplatzsicherheit wird ebenfalls optimistisch gesehen. Rund 60 Prozent beurteilten sie als "gut" bzw. "sehr gut".
Die Ergebnisse der Befragung zur Mehrwertsteuererhöhung ergeben ebenfalls ein interessantes Bild. Nur 40 Prozent lehnen sie strikt ab, 23 Prozent der jungen Berufstätigen halten sie für eine sinnvolle Maßnahme und rund ein Drittel ist der Meinung, dass die Erhöhung stufenweise über mehrere Jahre verteilt erfolgen sollte. Zum Vergleich: Bei der FOM-Weihnachtsbefragung im Jahr 2004 sprachen sich noch 65 Prozent kategorisch gegen eine Anhebung der Mehrwertsteuer aus. Die Mehrheit (73 Prozent) erwartet infolge der Erhöhung für 2007 deutliche Preissteigerungen und rechnet mit einer erheblichen Mehrbelastung der Einkommen.
Die insgesamt positive Stimmung scheint sich auf dem weihnachtlichen Gabentisch aber noch nicht niederzuschlagen. Etwa zwei Drittel der Befragten gehen von Weihnachtsausgaben auf Vorjahreniveau aus. Das persönliche Budget für die Weihnachtseinkäufe 2006 veranschlagt die Hälfte der Befragten (48 Prozent) mit einem Betrag zwischen 100 und 200 Euro. Jeweils ca. ein Viertel der jungen Berufstätigen plant weniger als 100 Euro (25 Prozent) oder mehr als 200 Euro (27 Prozent) in Geschenke investieren zu wollen. Dabei werden Weihnachtsgeschenke immer häufiger spontan gekauft. Für fast 20 Prozent dominiert der spontane Einkauf sogar deutlich. Diese Gruppe gab an, mindestens dreiviertel der Geschenke ohne weitere Vorplanungen zu kaufen.
Die Studie steht unter der Leitung von FOM-Rektor Prof. Dr. Burghard Hermeier und Prof. Dr. Michael Göke und wurde im Zeitraum vom 12. bis 28. November durchgeführt. Die schriftliche Befragung erfolgte in den Studienzentren der FOM in Berlin, Bochum, Duisburg, Dortmund, Düsseldorf, Neuss, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Marl und München. Zur Vorbereitung wurde im September dieses Jahres an der FOM ein studentisches Projektteam eingerichtet. Dessen Mitglieder haben für die Befragung der jungen Berufstätigen einen schriftlichen Fragebogen entwickelt, der auf Analysedaten von Marktforschungsinstituten fußt. Neben den Konsumenten wurde auch die Hersteller- und Anbieterseite nicht außer Acht gelassen und ebenfalls einer eingehenderen Betrachtung unterzogen.
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Unter der Leitung von Prof. Dr. Burghard Hermeier, Rektor der FOM (rechts), und Dekan Prof. Dr. Michael Göke (3. v. rechts), entwickelte ein Projektteam mit (v. rechts) Rania El-Chakif, Julia Torka, Sebastian Dornieden und Andreas Ocklenburg einen umfassenden Fragebogen.
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