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Fachleute diskutierten beim IV. Berliner FOM-Symposium über Wirtschaftskriminalität
26.10.2006 - Wenn in einem Unternehmen alles läuft wie geschmiert, ist Vorsicht geboten. Darauf verweisen Fachleute, die sich tagtäglich mit Korruption und anderen Verbrechen in der Wirtschaft befassen. Um die Frage, welche Strategien es im Umgang mit Wirtschaftskriminalität aus arbeitsrechtlicher Sicht wie aus organisatorischer Perspektive gibt, ging es beim IV. Symposium der Berliner FOM Mitte Oktober. Die stiefmütterliche Behandlung dieses Themas stehe in starkem Gegensatz zu den zahlreichen Beispielfällen in renommierten deutschen Unternehmen, so die Fachleute einhellig.
Dipl.-Kfm. Frank Schurgers, Gründer und Managing Director der Integris International Ltd., einer spezialisierten Sicherheits- und Risikomanagementberatung, zeigte in seinem Vortrag Erscheinungsformen der Korruption in Unternehmen und möglichen Bekämpfungsstrategien auf. "Neben durchgängig implementierten internen Kontrollsystemen (IKS) bieten auch ethische Grundsätze im Unternehmen eine wirksame Möglichkeit der Prävention", so Schurgers.
Im Rahmen einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Rechtsanwalt Bernhard Steinkühler und Managementberaterin Dipl.-Kffr. Birte Raske wurde die Notwendigkeit eines Umdenkens quer durch alle Führungsebenen eines Unternehmens herausgearbeitet: "Nur wenn Werte auch vom oberen Management gelebt werden, ist eine nachhaltige Veränderung möglich." Steinkühler, Inhaber einer Kanzlei für Arbeitsrecht und juristischer Berater von Firmen, die von Wirtschaftskriminalität und Korruption betroffen sind, machte deutlich, dass ein stärkerer Schutz von Mitarbeitern, die Korruptionsdelikte aufzeigen im Arbeitsrecht zu verankern sei.

Diskutierten über Korruption in der deutschen Wirtschaft: (v.l.) Dipl.-Kffr. Birte Raski, Prof. Dr. Annette Mayer, Rechtsanwalt Bernhard Steinkühler und Dipl.-Kfm. Frank Schurgers.
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