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FOM fragte Manager nach ihrem Arbeitspensum
03.01.2005 - Feiertagsstreichung, Rückkehr zur 40-Stunden-Woche. Doch bringt Mehrarbeit den erhofften Konjunkturaufschwung?
Fakt ist, dass viele Arbeitsnehmer und ihre Chefs schon lange keine feste Arbeitszeiten mehr kennen, besonders die Manager der deutschen Wirtschaft arbeiten fast ohne Unterbrechung. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management hervor. Die private Hochschule befragte Anfang Dezember 100 Manager, zumeist Selbstständige, zu ihrem Arbeitspensum. 57 Prozent der Befragten gaben an, über 60 Stunden in der Woche für den Job zu investieren. Im Vergleich dazu liegt laut Mikrozensus 2000 die wöchentliche Arbeitszeit vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in Deutschland bei 40 Stunden und im EU-Durchschnitt bei 42 Stunden.
Auch an den Wochenenden gönnen sie sich oftmals nur eine kleine Pause. Fast jeden zweiten Samstag im Monat widmen sie ihrer Arbeit. Um mal im Urlaub richtig auszuspannen, nehmen sich die meisten nur 16 Tage Zeit, der Rest des Jahres gehört ihrem Job. Mit großer Freude. Denn rund 70 Prozent der Manager sind zufrieden und beurteilten den Arbeitsaufwand als richtig und sinnvoll. Aber lohnt sich dieser Einsatz auch wirklich? Mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2004 ist man angesichts des hohen Arbeitsaufwandes nicht ganz zufrieden und nur rund zehn Prozent erwarten für 2005 eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland, die anderen gehen davon aus, dass keine nennenswerte Verbesserung eintreten wird. Immerhin sind Dreiviertel der Manager trotz der angespannten Lage mit ihrer persönlichen Einkommenssituation zufrieden. »Selbstständige Unternehmer sind schwankende Einkommen gewöhnt und fähige Manager beweisen gerade in schwierigen Zeiten, dass sie ihr Geld Wert sind« erläutert Prof. Dr. Burghard Hermeier von der FOM, der diese Umfrage gemeinsam mit Dr. Holger Schmidt durchführte.
