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FOM befragte Unternehmen zur Feiertagsstreichung
17.11.2004 - Der Vorschlag der Bundesregierung, den Tag der Deutschen Einheit auf einen Sonntag zu verlegen, erhitzte die Gemüter. Die Regierung versprach sich davon zusätzliches Wirtschaftswachstum und Steuereinnahmen, aber auch eine Entlastung des Staatshaushalts durch Mehreinnahmen in den Sozialkassen.
Vor diesem Hintergrund führte die FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management im November eine Befragung unter 100 kleinen und mittelständischen Unternehmen anlässlich des IHK-Managementforums in der FOM durch, um ein Meinungsbild aus der Wirtschaft zu generieren.
Bewertet werden sollten unterschiedliche wirtschaftspolitische Maßnahmen und deren Eignung um die Wettbewerbsfähigkeit am Wirtschaftsstandort Deutschland zu steigern. 65 Prozent der Befragten beurteilten die Streichung von Feiertagen als schlecht bis sehr schlecht geeignet, um die Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Volkswirtschaft zu steigern. Knapp die Hälfte (47 Prozent wertete längere Wochenarbeitszeiten und rund 60 Prozent eine Kürzung der Urlaubszeiten als gute bis sehr gute Maßnahme.
Eindeutig positiv beurteilten die Befragten jedoch die Bedeutung der folgenden Maßnahmen für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland: 82 Prozent befürworteten eine Lockerung des Kündigungsschutzes, jeweils 88 Prozent werteten eine Senkung der Lohnnebenkosten, die Lockerung tariflicher Bestimmungen und ein transparentes Steuersystem als gute bis sehr gute Möglichkeiten, um Deutschland wettbewerbsfähiger zu machen. Rund 80 Prozent befürworteten eine Senkung der Unternehmensbesteuerung. Rund ein Drittel der Befragten (75 Prozent) sahen jedoch auch die Verbesserung des Qualifikationsniveaus in Deutschland als besonders geeignet an, um Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Das zählt heute mehr denn je zu den wichtigsten Standortfaktoren.
