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FOM befragte Bundesbürger zum Kaufverhalten in der Weihnachtszeit
21.12.2004 - Wirtschaftsflaute und Kaufunlust? Davon ist zumindest in den Innenstädten an den Adventssamstagen nichts zu spüren. Die FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management wollte genau wissen, wie locker das Geld in den Taschen der Bundesbürger sitzt und hat 500 Berufstätige an ihren Standorten Berlin, Essen, Frankfurt a. M., Hamburg und München zu ihrem Kaufverhalten und ihren Erwartungen für das neue Jahr befragt.
Besonders kauffreudig scheinen die Bürger tatsächlich nicht zu sein, nur 14 Prozent wollen dieses Jahr mehr für Geschenke ausgeben als vergangene Weihnachten; 32 Prozent halten sich sogar mehr zurück. Etwa die Hälfte der Befragten hält ihre Ausgaben auf Vorjahresniveau.
Überraschend: Fast 70 Prozent der Befragten entscheiden sich spontan dafür, was sie Familie und Freunden zu Weihnachten schenken. Jeder Fünfte gibt sogar mehr als 75 Prozent seines Budgets nicht gezielt aus. Diese Entscheidung fällt vielen leichter, wenn der Rotstift angesetzt wurde. So gaben gut ein Drittel der Befragten an, dass Preisnachlässe und Sonderangebote sie veranlassen könnten, mehr zu erwerben. 16 Prozent legen Wert auf kompetente Beratung, 15 Prozent auf freundliches Personal. Zwölf Prozent beurteilten eine stimmungsvolle Einkaufsatmosphäre als kaufentscheidend. Wer keine Lust hat, sich stundenlang ins Weihnachtsgewühl zu stürzen, informiert sich über Produkte und Preise im Internet – und geht dann gezielt in der Stadt einkaufen. Das sind bei den unter 30-Jährigen immerhin über 70 Prozent. Gekauft wird im Internet eher selten, gut ein Drittel bestellt die Weihnachtsgeschenke auch im Netz.
Auch die Stimmung unter den Befragten fürs kommende Jahr ist nicht viel besser. Immerhin 60 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation, die anderen gehen von einer leichten Entspannung aus. Gut 50 Prozent glauben, dass sich die Konjunktur wieder leicht erholen wird. Der überwiegende Teil der
Befragten – gut 70 Prozent – geht, trotz der ab 1. Januar einsetzenden dritten Stufe der Einkommenssteuerreform, davon aus, mehr Steuern bezahlen zu müssen; nur 20 Prozent rechnet mit einer Entlastung.
Durchgeführt und ausgewertet wurde die Befragung von den FOM-Lehrenden Prof. Dr. Michael Göke und Dr. Holger Schmidt. Künftig will die Hochschule regelmäßig ähnliche Kurzumfragen zu aktuellen Themen durchführen.
