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FOM-Absolvent Gerald Hoffmeister leitet das Duisburger Kindermuseum
27.01.2004 - Ums Gebäude rum, durch die Glastür. Zweiter Stock. Ein moderner Bürotrakt. Im Flur stapeln sich Umzugskartons, die Wände sind noch kahl. Am Ende des Gangs sitzt der Mann, der in dem restaurierten Werhahnspeicher im Duisburger Innenhafen die Fäden in der Hand hält: Gerald Hoffmeister.
Der 32-Jährige hat viel um die Ohren, nicht selten ist er zwölf Stunden und mehr im Büro. Immer wenn’s besonders stressig wird, nimmt der Geschäftsführer eine Auszeit und besucht sein »Atlantis«, Deutschlands größtes Kindermuseum, das erst vor kurzem – Anfang Januar – eröffnet wurde.
»Wenn ich die Kinder sehe, weiß ich, dass wir alles richtig gemacht haben«, sagt der gebürtige Wuppertaler und lacht. »Dann geht es mir wieder besser.« Gemeinsam mit einem Team von mittlerweile 50 Mitarbeitern hat Gerald Hoffmeister auf 2500 Quadratmetern Ausstellungsfläche eine Stadt zum Forschen, Experimentieren und spielerischen Lernen mit allen Sinnen geschaffen. Unter der Stadt, im Untergeschoss des 1873 gebauten Speichers, steht beispielsweise ein alter Baum mit offenem Wurzelwerk und riesigen begehbaren Blättern, gleich nebenan können die Kinder ein versunkenes Schiff erobern.
Der Weg nach Atlantis war für Gerald Hoffmeister keinesfalls gradlinig: Als Maurerlehrling hat der 32-Jährige nach dem Realschulabschluss angefangen, anschließend lernte er den Beruf des Stuckateurs und wurde später Stuckateur-Meister. Dann ging er für 2,5 Jahre nach Bayern und arbeitete dort als Produktentwickler für Baustoffe, beriet in Sanierungsfragen von Schlösser und Burgen. 1998 kam Hoffmeister zurück nach Wuppertal. Zwischen Lehre und heute liegen mehr als zehn Jahre Abendschule. Er machte Fachabitur, bildetet sich neben seinem Job zum Betriebswirt an der Handwerkskammer weiter und absolvierte anschließend ein Aufbau-Studium zum »Wirtschafts-Juristen« an der FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management in Essen.
Während seiner Zeit als Wirtschaftsprüfungsassistent, lernte er den Vorstand der Stiftung Deutsches Kindermuseum kennen. Durch Zufall stieß er kurze Zeit später auf ein Stellenangebot dieser Stiftung, die einen Museumsdirektor suchte. Gerald Hoffmeister bewarb sich und hatte Erfolg. Zum 1. November 2002 übernahm er die Geschäftsführung des Museums.
Keine leichte Aufgabe: Der FOM-Absolvent muss für rund 50 Mitarbeiter und ein Budget von 2,5 Millionen Euro gerade stehen. »So eine Stelle nimmt man nicht an, wenn man die Verantwortung nicht tragen möchte«, sagt der Mann er ersten Stunde. Das Handwerkszeug vermittelte ihm die FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management: »Dank des Studiums fühle ich mich für diese Aufgaben gewappnet.«

Gerald Hoffmeister, FOM-Absolvent, leitet das Kindermuseum in Duisburg.
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